Eine Postkarte im Inland kostet seit dem 1. Januar 2025 genau 0,95 Euro Porto - genauso viel wie ein Standardbrief zum gleichen Preis. Für den Versand ins Ausland gilt weltweit einheitlich 1,25 Euro, egal ob Sie nach Paris oder Sydney schreiben. Das klingt einfach, hat aber Tücken: Übergroße Karten, quadratische Formate und zu dünnes Papier können das Porto erheblich erhöhen.
In diesem Ratgeber erkläre ich Ihnen die aktuellen Portopreise, die Maßvorschriften der Deutschen Post, den richtigen Beschriftungsaufbau und die Unterschiede zwischen Postkarte, Ansichtskarte und Klappkarte. Am Ende gehe ich noch auf einen Aspekt ein, der im Alltagswissen fehlt: Alte Ansichtskarten im Nachlass können mehr wert sein als ihr Porto.
Die Maßvorschriften entscheiden darüber, welches Porto greift. Ich stelle Ihnen die Regeln der Deutschen Post in diesem Ratgeber so kompakt wie möglich vor, damit Sie beim nächsten Kartenkauf sicher frankieren können.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- Postkarte Inland 2026: 0,95 Euro gleich wie Standardbrief, Preis gilt seit 01.01.2025.
- Postkarte Ausland: 1,25 Euro weltweit einheitlich, kein Unterschied zwischen EU und Übersee.
- Überdimensionierte Karten: Großbrief-Porto von 1,80 Euro fällig, wenn die Maßvorschriften überschritten werden.

Porto Postkarte 2026 - Inland und Ausland
Das Postkartenporto hängt nicht vom Empfänger, sondern vom Format und Gewicht der Karte ab - das gilt im Inland wie international. Alle Preise sind seit dem 1. Januar 2025 gültig und laut aktuellen Angaben der Deutschen Post bis zum 31. Dezember 2026 stabil.
| Versandweg | Format | Porto |
|---|---|---|
| Deutschland (Inland) | Postkarte max. 235 x 125 mm | 0,95 Euro |
| Weltweit (inkl. EU) | Postkarte International | 1,25 Euro |
Beide Preise gelten nur, wenn die Karte die Maßvorschriften erfüllt. Überschreitet die Karte das Höchstmaß oder ist sie quadratisch, wird automatisch Großbrief-Porto fällig - das sind 1,80 Euro statt 0,95 Euro.
Postkarte ins Ausland - was gilt?
Der internationale Tarif von 1,25 Euro gilt einheitlich für jeden Empfängerstaat - einen Unterschied zwischen EU und Übersee macht die Deutsche Post bei Postkarten nicht. Für die Laufzeit sollten Sie laut den Angaben der Deutschen Post bei EU-Zielen etwa 2 bis 4 Werktage einplanen, bei Übersee-Zielen wie den USA oft 3 bis 7 Werktage. Wer regelmäßig ins Ausland schreibt, findet weitere Hinweise zu Laufzeiten und Adressvorgaben im Ratgeber Briefe ins Ausland.
Wichtig zu wissen: In Postkarten ins Ausland dürfen seit dem 1. Januar 2019 nur Dokumente und Nachrichten eingelegt werden, keine Waren. Das ist eine Vorgabe des Weltpostvereins, der die Post an dieses Regelwerk gebunden hat.
Postkartenmaße und Anforderungen
Nicht jede Karte, die man umgangssprachlich Postkarte nennt, wird von der Deutschen Post auch zu Postkartentarif befördert. Maßvorgaben und Flächengewicht entscheiden darüber, welches Porto greift oder ob die Sendung abgelehnt wird.
Maße, Gewicht und die 1,4-Regel
Die Deutsche Post schreibt für Postkarten verbindliche Mindest- und Höchstmaße vor (Quelle: Deutsche Post, Postkarten-Übersicht):
- Mindestmaß: 140 x 90 mm (Länge x Breite)
- Höchstmaß: 235 x 125 mm (Länge x Breite)
- Rechteckform ist vorgeschrieben
- Die Länge muss mindestens das 1,4-fache der Breite betragen (1,4-Regel)
- Flächengewicht des Kartons: zwischen 150 und 500 g/m²
Die 1,4-Regel schließst quadratische Karten konsequent vom Postkartenporto aus. Eine Karte mit 150 x 150 mm ist quadratisch und hat ein Seitenverhältnis von 1:1 - damit ist Länge nicht 1,4-fache der Breite. Die Post stuft quadratische Karten grundsätzlich als Großbrief ein. Praxisnaher Richtwert: Das Standardformat DIN A6 (148 x 105 mm) liegt sicher im Normbereich.
Was passiert bei Formatüberschreitung?
Wer eine Karte verschickt, die das Höchstmaß von 235 x 125 mm überschreitet, zahlt Großbrief-Porto von 1,80 Euro. Dasselbe gilt für quadratische Formate. Karten, deren Flächengewicht außerhalb des Normbereichs liegt - also zu dünnes Kopierpapier mit 80 g/m² oder zu dicker Karton über 500 g/m² - können von der automatischen Sortierung abgelehnt werden und landen als Nachentgelt-Sendung beim Empfänger oder werden an den Absender zurückgeschickt.
Aus meiner Erfahrung: Als Sammler weiß ich, dass moderne Kunstkarten und Kalligrafie-Karten aus Buchhandlungen oft leicht quadratisch geraten oder das Höchstmaß knapp überschreiten. Lohnt sich der Griff zum Maßstab, bevor man frankiert - eine Nachgebühr kostet mehr als die eingesparte Kontrolle.
Postkarte richtig beschriften - Aufbau der Rückseite
Der Aufbau der Postkartenrückseite ist nicht gesetzlich festgelegt, aber die Deutsche Post erwartet klare Zonen für Adresse und Frankierung, damit die automatische Brief-Sortierung reibungslos funktioniert.
Die drei Zonen der Postkarte
Die Rückseite einer Postkarte ist in drei funktionale Bereiche unterteilt. Wer diese Zoneneinteilung konsequent beachtet, stellt sicher, dass die Karte problemlos sortiert und zugestellt wird:
- Rechts oben: Frankierzone - hier klebt die Briefmarke, gut sichtbar und nicht übergefaltet
- Rechts unten: Empfängeradresse - Vor- und Nachname, Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Ort; bei Ausland-Postkarten zusätzlich das Zielland in Großbuchstaben in der letzten Zeile
- Links (gesamte linke Hälfte): Mitteilungsbereich - hier steht Ihr persönlicher Text, keine Adresselemente in diesem Bereich
Den Aufbau der Adresszone - inklusive des korrekten Formats für maschinelle Sortierung - erklärt der Ratgeber Briefe richtig beschriften noch eingehender.
Absender auf der Postkarte
Die Absenderangabe ist freiwillig, aber bei Auslandsversand dringend empfohlen. Ist die Karte unzustellbar und fehlt der Absender, landet sie nicht zurück bei Ihnen. Übliche Position: oben links auf der Adressseite. Wer dort keinen Platz hat, kann den Absender in kleiner Schrift auf der Bildseite unterbringen - das erkennt die Post als gültig an.
Was auf die Bildseite darf
Die Bildseite einer Postkarte unterliegt keiner inhaltlichen Einschränkung - eigene Fotos, Urlaubsszenen, Kunstdrucke. Einzige Voraussetzung: Die Bildseite darf nicht als Adressseite interpretiert werden. Kein Adressfeld auf der Bildseite ist die einfachste Regel, die das verhindert.
Sonderformen - Ansichtskarte, Klappkarte, Maxi-Postkarte
Der Begriff "Postkarte" fasst im Alltag verschiedene Formate zusammen, die unterschiedliche Porto-Konsequenzen haben können. Die Unterscheidung ist praktisch relevant.
Ansichtskarte
Die klassische Ansichtskarte - einseitig bedruckt, mit Mitteilung und Adresse auf der Rückseite - entspricht exakt dem Postkartenformat. Sie zahlt 0,95 Euro Porto im Inland, sofern die Maßvorschriften eingehalten sind. Portotechnisch gibt es keinen Unterschied zwischen Postkarte und Ansichtskarte; der Begriff Ansichtskarte ist der umgangssprachliche Ausdruck für eine bedruckte Postkarte. Im philatelistischen Bereich wird die Ansichtskarte mit AK abgekürzt.
Klappkarte und Grußkarte im Umschlag
Eine gefaltete Grußkarte im Umschlag ist eine normale Briefsendung. Bis 20 Gramm gilt Standardbrief-Porto von 0,95 Euro, zwischen 20 und 50 Gramm der Kompaktbrief-Tarif von 1,10 Euro. Der Vorteil gegenüber einer offenen Postkarte: Der Inhalt bleibt privat, kein Zusteller liest mit. Der Nachteil: Das Porto steigt mit Gewicht und Dicke des Umschlags schneller als erwartet.
Maxi-Postkarte und überdimensionierte Karten
Karten, die größer als 235 x 125 mm sind, fallen automatisch in den Großbrief-Tarif von 1,80 Euro. Karten, die 353 x 250 mm überschreiten, brauchen Maxibrief-Porto. Viele Druckereien bieten "XXL-Postkarten" oder "Maxi-Cards" an - hier lohnt ein Blick auf die Maße, bevor Sie frankieren. Wer eine Großbrief-Formatübersicht benötigt, findet sie im Ratgeber zu Standardbrief und Großbrief.
Postkarte frankieren - alte Briefmarken und Ergänzungsmarken
Wer noch Briefmarken mit älteren Nennwerten im Schrank hat, kann diese weiterhin verwenden - alle Euro-Briefmarken der Deutschen Post behalten unbegrenzte Gültigkeit ohne Verfallsdatum. Den Differenzbetrag zum aktuellen Porto klebt man einfach dazu. Mehr zum Thema Briefmarken aufkleben erläutert der Ratgeber Briefmarken aufkleben.
Alte Briefmarken auf der Postkarte verwenden
Das bisherige Postkartenporto betrug bis Ende 2024 genau 0,70 Euro. Der Sprung auf 0,95 Euro zum 1. Januar 2025 entspricht einem Anstieg von 35 Prozent. Wer noch eine 70-Cent-Briefmarke besitzt, benötigt eine Ergänzungsmarke über 25 Cent, um auf das aktuelle Porto zu kommen. Die Deutsche Post bietet Ergänzungsmarken in den Werten 5, 10, 15, 20 und 30 Cent an - erhältlich in Postfilialen und im Online-Shop der Deutschen Post.
Noch ein Hinweis aus meiner Erfahrung als Sammler: Es lohnt sich, kurz zu prüfen, ob eine ältere Sonderbriefmarke mit einem Postkartenporto-Nennwert - etwa eine 70-Cent-Sonderausgabe aus einer gesuchten Serie - als Sammlerstück mehr einbringt als ihr bloß als Frankatur zu verwenden. Ich sehe in der Beratung regelmäßig Leute, die guterhaltene Marken aus Unwissenheit verfrankieren, obwohl die Karte im Sekundärmarkt einen höheren Preis erzielen würde. Im Zweifel kurz den Nennwert mit einem aktuellen Angebot auf einem Briefmarken-Marktplatz vergleichen.
Internetmarke und Mobile Briefmarke
Wer keine Postfiliale aufsuchen möchte, kann Postkarten auch mit der Internetmarke (Ausdruck zu Hause) oder der Mobile Briefmarke (QR-Code per App) frankieren. Beide Varianten sind für das Postkartenporto von 0,95 Euro verfügbar. Einfach den richtigen Portowert eingeben, Code oder Marke ausdrucken und auf die Karte kleben.
Internetmarken und klassische Briefmarken dürfen nicht gemischt werden - entweder nur Internetmarke oder nur klassische Briefmarken pro Sendung. Weitere Details zum digitalen Frankieren enthält der Ratgeber Internetmarke nutzen.
Ansichtskarten als Sammelobjekt - der Sammlerwert-Winkel
Wer alte Postkarten oder Ansichtskarten im Nachlass findet, fragt sich manchmal, ob die Karten noch zum Versenden taugen - oder ob sie mehr wert sind als ihr Porto. Alter, Motiv und Zustand entscheiden in solchen Fällen oft über beachtliche Preisspanne.
Was Ansichtskarten für Sammler interessant macht
Ansichtskarten aus den 1920ern und früheren Jahrzehnten sind begehrte Sammelobjekte: Stadtansichten, Motivkarten mit Eisenbahn- oder Militärmotiven, künstlerisch gestaltete Karten aus der Wiener Werkstätte oder ähnlichen Stilrichtungen. Der Zustand entscheidet maßgeblich über den Wert: Ungelaufene Karten ohne Poststempel gelten in der Regel als wertvoller als gelaufene Karten, auch wenn Poststempel und Porto-Abdruck für Philatelisten eine willkommene Datierungshilfe sind. Einen Überblick über Wert und Verkauf älterer Karten-Konvolute gibt der Ratgeber Ansichtskarten verkaufen.
Zur Preisorientierung: Künstlerisch gestaltete Ansichtskarten aus den 1920ern können bei spezialisierten Auktionen drei- bis vierstellige Beträge erzielen. Für unbedruckte Massenware aus derselben Epoche gilt das nicht - die Spanne zwischen gesuchtem Stück und häufiger Grußkarte ist äußerst breit.
Messe-Beobachtung aus der Sammlerperspektive
Auf Briefmarken-Messen begegnet mir immer wieder ein Händler mit Kisten voller alter Ansichtskarten. Manch unverdächtig aussehende Gruß-Karte aus den Zwanzigern ist interessanter, als der erste Blick vermuten lässt - Seltenheit des Motivs, klarer Stempel, tadelloser Erhalt. Ich bin kein Ansichtskarten-Sammler, aber ich weiß, dass dieser Bereich oft unterschätzt wird. Wer ein größeres Konvolut im Nachlass vorfindet, sollte sich nicht vorschnell vom Bild des typischen Touristenkärtchen leiten lassen.
Fazit: Postkarte versenden 2026
Das Postkartenporto 2026 ist überschaubar: 0,95 Euro im Inland, 1,25 Euro weltweit. Die entscheidenden Fallstricke liegen nicht im Preis selbst, sondern in den Maßvorschriften der Deutschen Post. Quadratische Karten, Überformate und zu dünnes Papier kosteten sofort 1,80 Euro statt 0,95 Euro - das ist ein relevanter Aufschlag, der sich mit einem kurzen Maßzoll-Check leicht vermeiden lässt.
Alte Briefmarken behalten ihre Gültigkeit und können problemlos durch Ergänzungsmarken aufgestockt werden. Wer noch ältere Sonderbriefmarken im Bestand hat, sollte kurz prüfen, ob ihr Sammlerwert den Frankaturwert übersteigt. Und wer ein Konvolut alter Ansichtskarten im Nachlass findet, sollte vor dem Versenden zumindest einen kurzen Blick auf den möglichen Sammlerwert werfen.
Weiterführende Ratgeber finden Sie im Bereich Briefe und Pakete versenden, wo alle Briefformate und Portopreise auf einen Blick aufgeführt sind.
Fragen und Antworten
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Versenden von Postkarten 2026.
Was kostet eine Postkarte 2026?
Eine Postkarte im Inland kostet seit dem 1. Januar 2025 genau 0,95 Euro Porto - dasselbe wie ein Standardbrief. Ins Ausland kostet die Postkarte weltweit einheitlich 1,25 Euro. Mehr dazu im Abschnitt "Porto Postkarte 2026 - Inland und Ausland".
Was kostet eine Postkarte ins Ausland?
Die Deutsche Post berechnet weltweit einheitlich 1,25 Euro für Postkarten ins Ausland - egal ob EU, USA, Australien oder Südamerika. Laufzeiten betragen in EU-Ländern etwa 2 bis 4 Werktage, bei Übersee-Zielen häufig 3 bis 7 Werktage. Alle Details dazu stehen im Bereich "Porto Postkarte 2026 - Inland und Ausland".
Welche Maße muss eine Postkarte haben?
Das Mindestmaß beträgt 140 x 90 mm, das Höchstmaß 235 x 125 mm. Die Karte muss rechteckig sein, und Länge mindestens 1,4-fache der Breite - quadratische Karten fallen damit ins Großbrief-Porto. Alle Vorgaben stehen im Bereich "Postkartenmaße und Anforderungen".
Kann ich eine alte Briefmarke auf eine Postkarte kleben?
Ja, alle in Euro nominierten Briefmarken der Deutschen Post behalten unbegrenzte Gültigkeit. Wer eine 70-Cent-Marke aus der Zeit vor 2025 hat, kann einfach eine 25-Cent-Ergänzungsmarke dazukleben. Mehr dazu unter "Postkarte frankieren - alte Briefmarken und Ergänzungsmarken".
Was ist der Unterschied zwischen Postkarte und Ansichtskarte?
Portotechnisch keiner. Die Ansichtskarte ist der umgangssprachliche Begriff für eine einseitig bedruckte Postkarte - beide gehen zum gleichen Porto von 0,95 Euro. Mehr dazu im Abschnitt "Sonderformen - Ansichtskarte, Klappkarte, Maxi-Postkarte".
Wie beschrifte ich eine Postkarte richtig?
Adresse rechts unten, Briefmarke rechts oben, Mitteilung auf der linken Hälfte - so funktioniert die automatische Sortierung reibungslos. Bei Auslandsversand unbedingt das Zielland in Großbuchstaben in die letzte Zeile der Adresse schreiben. Alle Details zum Beschriftungsaufbau finden Sie im Bereich "Postkarte richtig beschriften - Aufbau der Rückseite".

Mit den DDR-Marken aus dem Album meines Großvaters bin ich als Kind zum ersten Mal mit Briefmarken in Berührung gekommen. Über die Jahrzehnte habe ich gesehen, wie Erben und Sammler oft an Hype und Halbwissen scheitern. Daher freue ich mich, meine Erfahrung als langjähriger Sammler bei briefmarkenmesse-essen.de einbringen zu dürfen.