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Weihnachts-Briefmarken: Geschichte, Wert und Sammelstrategie

Weihnachts-Briefmarken gehoeren zu den meistgesammelten Motivgruppen weltweit. Allein im deutschen Sprachraum erschienen seit 1969 ueber 200 Weihnachtsmarken als Wohlfahrtsausgaben der Deutschen Bundespost und Bundespost Berlin - weltweit kommen jaehrlich Hunderte Neuausgaben aus mehreren Dutzend Laendern hinzu.

Was dieses Motiv von anderen Sammelgebieten unterscheidet, ist die doppelte Tradition: Im deutschen Sprachraum sind Weihnachtsmarken fast ausschliesslich Zuschlagsmarken mit Spendenfunktion, waehrend USA und Grossbritannien regelmaessig Sondermarken in Millionenauflage ausgeben.

Ich zeige Ihnen auf dieser Seite, welche Ausgaben philatelistisch relevant sind, wo die dokumentierten Wertspitzen des Motivs liegen, wie eine sinnvolle Sammelstrategie aussieht und wo Sie aktuelle Stuecke fuer Ihre Sammlung finden.

Auf einen Blick

  • Die Deutsche Bundespost fuehrte 1969 ihre erste Weihnachtsmarke ein - die Wohlfahrtsserie laeuft seitdem ununterbrochen und umfasst heute ueber 200 Ausgaben.
  • Regulaere Weihnachtsmarken aus den 1970er bis 1990er Jahren sind klassische Massenware; echte Wertspitzen nur bei Fehldrucken und unveroefffentlichten Probedrucken.
  • Eine vollstaendige Standardsammlung aller Bundespost-Weihnachtsmarken seit 1969 laesst sich fuer unter 50 Euro aufbauen - das macht sie zur idealen Einsteigerserie.

Wer Weihnachts-Briefmarken kaufen oder den aktuellen Marktpreis eines konkreten Motivstuecks einschaetzen will, findet bei Catawiki laufende Auktionen mit dokumentierten Zuschlagsebenen als Marktbeleg - Weihnachtsmarken-Saetze der Bundespost 1969-1994 wechseln dort je nach Erhaltung im einstelligen bis zweistelligen Eurobereich.

Einen ersten Ueberblick ueber Weihnachts-Briefmarken als Motiv gibt die folgende Schnellfakten-Tabelle.

Weihnachts-Briefmarken in einem Sammleralbum mit Lupe und Pinzette

Die Tabelle fasst die wichtigsten Eckdaten des Sammelgebiets zusammen - als Orientierung vor dem tiefer gehenden Blick auf Geschichte und Wertspitzen.

Schnellfakten: Weihnachts-Briefmarken

Die folgende Tabelle gibt einen kompakten Ueberblick ueber die wichtigsten Fakten des Sammelgebiets, bevor wir in die Geschichte und Wertdetails einsteigen.

Schnellfakten Weihnachts-Briefmarken
Erste dokumentierte Weihnachts-BriefmarkeKanada 1898, „Map Stamp" mit Aufdruck „XMAS 1898" - Marks Commonplace, Kanada-Map-Stamp
Wichtigste PostverwaltungenBundesrepublik Deutschland, Grossbritannien, USA, Oesterreich, Vatikanstadt - Wikipedia: Weihnachtsbriefmarke
Geschaetzter Sammelfeld-UmfangZehntausende Marken weltweit - Motivgruppe Weihnachten e. V.
Bekannteste SerieWohlfahrtsmarken „Weihnachten" der Deutschen Bundespost (kontinuierlich seit 1969) - Wikipedia: Weihnachtsmarken Bundespost
Hoechster dokumentierter Wertca. 3.307 EUR (unveroefffentlichte Mustermarke „Pausbaeckchen des Christkindes", Bund 1969, postfrisch mit BPP-Attest) - Haus der Briefmarke (Borek)
Typischer EinstiegspreisUnter 1,00 EUR (gestempelter Standard-Satz aus Nachlass) - suche-briefmarken.de, BRD 1969
Katalog-ReferenzMichel Deutschland-Katalog (Bund/Berlin-Serien) sowie Michel Motiv-Katalog Weihnachten
SammlungsvereinigungMotivgruppe Weihnachten e. V. (BDPh-Arbeitsgemeinschaft, mg-weihnachten.de)

Geschichte: Von der ersten Weihnachtsmarke bis zur Bundespost-Tradition

Die Geschichte der Weihnachtsmarke beginnt frueher, als die meisten Sammler vermuten. Die Entwicklung laesst sich in drei klar abgegrenzte Phasen einteilen, die ich hier kurz vorstelle.

Die erste Weihnachtsmarke: Kanada 1898

Als offiziell erste Briefmarke der Welt mit explizitem Weihnachtsbezug gilt die kanadische „Map Stamp", herausgegeben 1898 zur Imperial Penny Postage. Da der Erstausgabetag in die Feiertage fiel, wurde die Marke mit dem Aufdruck „XMAS 1898" versehen - eine Weltkarte des Britischen Empires im Hintergrund, ein postalisches Gespraechwunder. Mehr zur Entstehungsgeschichte dieser Ausgabe beschreibt Marks Commonplace in seinem Beitrag zur Kanada-Map-Stamp.

Einar Holboell und die Spendenvignette 1904

Sechs Jahre spaeter entstand das zweite Grundprinzip des Motivs: der daenische Postmeister Einar Holboell entwickelte 1904 die erste Spenden-Weihnachtsmarke, einen sogenannten „Christmas Seal" ohne eigenen Portowert, zur Bekaempfung von Tuberkulose. Diese karitative Tradition - Briefmarke als Spendeninstrument - setzte den Grundstein fuer die deutschen Wohlfahrtsmarken und praegt das Motivbild bis heute. Die Biografie Holboells ist bei Wikipedia ausfuehrlich dokumentiert.

Globaler Durchbruch in den 1960er Jahren

Amtliche Weihnachtsmarken als regulaere Postwertzeichen verbreiteten sich in den 1960er Jahren weltweit: Die USA gaben 1962 ihre erste Christmas-Marke heraus, Grossbritannien folgte 1966, die Deutsche Bundespost schliesslich 1969 mit dem Motiv „Zinnfigur um 1850" (Michel-Nr. Bund 610). Im deutschen Sprachraum werden Weihnachtsmarken seither fast ausschliesslich als Zuschlagsmarken fuer Wohlfahrtszwecke emittiert - ein Alleinstellungsmerkmal gegenueber angloamerikanischen Sondermarkenserien.

International bedienen christlich gepragte Laender wie der Vatikan klassische Kunstwerk- und Krippenmotive, waehrend zahlreiche pazifische und karibische Kleinstaaten popkulturelle Lizenzmotive in Massenauflagen herausgeben.

Bekannteste Serien und Ausgaben

Fuer eine solide Weihnachtsmarken-Sammlung sollte man die klassischen Serien kennen, die als philatelistische Basis-Ausgaben gelten - von der Bundespost bis zu den britischen Christmas Issues.

Bekannteste Weihnachts-Briefmarken-Serien nach Land
LandSerie / AusgabeJahr / ZeitraumAnlass / BesonderheitQuelle
Deutschland (Bund / Berlin)Wohlfahrtsmarken „Weihnachten"seit 1969Jaehrliche Serie mit Spendenzuschlag; Start mit Motiv „Zinnfigur um 1850" (Mi-Nr. Bund 610, Berlin 352).Wikipedia: Bundespost-Weihnachtsmarken
KanadaImperial Penny Postage „Map Stamp"1898Erste Briefmarke der Welt mit Aufdruck „XMAS 1898"; Weltkarte des Britischen Empires.Marks Commonplace
USAChristmas Issue (Wreath & Candles)seit 1962Erste US-Weihnachtsmarke (4-Cent-Ausgabe); begruendete jaehrliche „Traditional" (Madonnen) und „Contemporary" (weltliche) Issues.Mystic Stamp
GrossbritannienUK Christmas Stampsseit 1966Erste Serie nach Design-Wettbewerb von Schulkindern: Koenig des Orients, Schneemann.Collect GB Stamps
OesterreichWeihnachtsmarken / Postamt Christkindlseit 1965Jaehrliche Weihnachtseditionen, verknuepft mit dem Sonderpostamt Christkindl (Sonderstempel seit 1950).Wikipedia: Postamt Christkindl

Als Sammler-Pflicht gelten die deutschen Bundespost-Wohlfahrtsserien, die britischen Royal Mail Christmas Issues und die oesterreichischen Christkindl-Ausgaben - sie bilden das Rueckgrat jeder ernsthaften Weihnachtsmarken-Sammlung. Lizenz-Massenausgaben aus karibischen oder pazifischen Kleinstaaten mit Comic- und Filmmotiven sind dekorativ, aber philatelistisch und werttechnisch als klar nachrangig zu bewerten. Wer tiefer in das Motiv einsteigen moechte, findet auf der Seite ueber Vatikan-Briefmarken weitere Klassiker der Krippenphilatelie.

Highlight-Marken und Wertspitzen

Die Wahrheit ueber Weihnachtsmarken und ihren Wert ist ernuechternd und befreiend zugleich: Fast alle regulaeren Ausgaben sind absolute Massenware. Echte Wertspitzen beschraenken sich auf Fehlproduktionen und seltene Probedrucke.

Wertspitzen bei Weihnachts-Briefmarken
AusgabeLand + JahrBesonderheitDokumentierter WertQuelle
Unveroefffentlichte Mustermarke „Pausbaeckchen des Christkindes"BRD 1969Probedruck kurzfristig abgelehnt, Figur umgestaltet; nur sehr wenige Muster-Exemplare bekannt.ca. 3.307 EUR (Handelswert postfrisch mit BPP-Attest)Haus der Briefmarke (Borek)
Canada Map Stamp 2-Cent „XMAS 1898" (Imperforated)Kanada 1898Ungelochte Version der allerersten Weihnachtsmarke; extrem seltene Fehlerversion (Auflage unter 600 Paare weltweit).1.000-1.500 EUR (Auktionsschaetzung Maxsold)Maxsold-Auktionskatalog
Wohlfahrtsmarke „Weihnachtsengel" 20+10 PfBRD 1971Gesuchte Standard-Ausgabe der fruehen Bundespost; Michel-Katalog-Wert als Referenz fuer die Massen-Epoche.2,00-5,00 EUR (Katalogwert fuer FDC / postfrisch)Wikipedia: Bundespost-Weihnachtsmarken

In der Beratung sehe ich immer wieder, dass Erben liebevoll zusammengestellte Vordruck-Alben mit Ersttagsbriefen der Bundespost-Wohlfahrt vorfinden. Das sind wertvolle Zeugnisse deutscher Nachkriegsgeschichte - doch die Erwartungen an den Marktwert sind angesichts der damaligen Anschaffungspreise oft unrealistisch hoch. Wer tatsaechlich eine hochwertige Raritaet im Bestand hat, der erkennt das daran, dass ein BPP-Attest vorliegt oder benoetigt wird.

Alle anderen Stuecke - auch vollstaendige Jahrgaenge in Toplage - bleiben im zweistelligen Eurobereich. Goldfolien-Briefmarken und kuenstlich limitierte Sonderdrucke aus dem Abo-Direktvertrieb sind eine klassische Wert-Falle fuer Einsteiger. Ein Blick darauf, wie Marktwerte wirklich entstehen, hilft, solche Irrtumer frueh zu erkennen.

Sammelstrategie und Aufbau

Weihnachtsmarken zu sammeln klingt nach einem ueberschaubaren Vorhaben - ist es aber nicht, wenn man nicht von Anfang an eine klare Strategie hat. Das Motiv ist weltweit millionenfach vertreten, und ohne einen klar definierten Sammelrahmen verliert man sich schnell.

Komplette internationale Werkschau

Der Versuch, alle jemals erschienenen Weihnachtsmarken weltweit zu erfassen, ist philatelistisch spektakulaer - und praktisch unbegrenzt aufwendig. Da jaehrlich Hunderte neuer Ausgaben hinzukommen, ist dieser Pfad nur fuer Sammler mit sehr viel Zeit und Budget realistisch. Die meisten Einsteiger scheitern an der unueberschaubaren Materialfuelle, bevor die Sammlung Form annimmt.

Nationaler Fokus: DACH-Raum

Die beliebteste und strukturierteste Strategie ist der Fokus auf die Weihnachts-Wohlfahrtsmarken von Bund und Berlin sowie die Ausgaben aus Oesterreich und der Schweiz. Dieser Pfad laesst sich ideal mit Vordruck-Alben von Lindner, Leuchtturm oder Schaubek lueckenlos und uebersichtlich dokumentieren. Wer ueber BRD-Briefmarken allgemein mehr wissen will, findet auf der Seite zu BRD-Briefmarken weiterfuehrende Informationen zur Bundespost-Ausgabepolitik.

Motivisch eng: Sub-Topics

Viele Mitglieder der Motivgruppe Weihnachten e. V. spezialisieren sich auf Unterthemen wie „Engel", „Krippenszenen", „Madonnen-Gemaelde" oder ausschliesslich „Christmas Seals" (die reinen Spendenvignetten nach historischem Vorbild). Diese Tiefenspezialisierung ermoeglicht echtes Expertenwissen, das breite Sammelgebiete nie erreichen.

Belegformen-Fokus: Ersttagsbriefe und Sonderstempel

Besonders beliebt ist das Sammeln von Ersttagsbriefen (FDC) mit speziellen weihnachtlichen Sonderstempeln. Das oesterreichische Postamt Christkindl und das norddeutsche Himmelpfort sind die klassischen Sonderstempel-Lieferanten fuer Weihnachtspost. Philatelistisch hochwertig und erzaehlerisch reich - jedem FDC liegt ein Brief zugrunde, der wirklich verschickt wurde.

Als Anlaufstelle fuer alle Sammelstrategien empfehle ich die Motivgruppe Weihnachten e. V. als bestens vernetzter BDPh-Ansprechpartner fuer dieses Motiv (mg-weihnachten.de).

Marktpreise und Sammelkosten

Was kostet eine solide Weihnachtsmarken-Sammlung? Die Antwort haengt stark von der gewahlten Strategie ab. Als Orientierung habe ich die gaengigen Preisspannen zusammengestellt.

Marktpreise Weihnachts-Briefmarken (Stand 2026)
Stueck / SerieErhaltungPreisspanne EURBeleg-ArtQuelle
Bund Weihnachtsmarke Standard (z. B. 1980er Jahre)gestempelt0,10-0,50 EURHaendler / Marktplatzsuche-briefmarken.de
USA Christmas Issue (1962) ErsttagsbriefFDC2,00-5,00 EURMarktplatzMystic Stamp
Komplette Jahressaetze Bund Weihnachten (1969-1994)postfrisch15,00-30,00 EURHaendlerWikipedia: Bundespost-Weihnachtsmarken
Bund Mustermarke „Pausbaeckchen" (1969)postfrisch (mit Attest)ca. 3.300 EURHaendlerHaus der Briefmarke (Borek)

Eine solide, saubere und nahezu vollstaendige Standardsammlung aller bundesdeutschen Weihnachtsmarken seit 1969 laesst sich problemlos fuer ein Budget unter 50 EUR aufbauen - das ist im Vergleich zu anderen Sammelgebieten ein kaum zu unterbietender Einstiegsaufwand.

Bitte beachten Sie dabei den Unterschied zwischen Michel-Katalogwert und realem Handelswert: Bei Massenware wie den Standard-Wohlfahrtsmarken weicht der Katalogwert massiv vom Marktpreis ab. Auktionen korrigieren diesen Wert zuverlaessig nach unten - moderne Konvolute oder FDC-Mappen erzielen oft nur einen kleinen Bruchteil des nominellen Katalogwertes. Wie Marktwerte bei Briefmarken generell entstehen und was das fuer Ihre Sammlung bedeutet, habe ich im Beitrag zum Thema Briefmarkenwert und Marktwert erklaert.

Auch weihnachtliche Sammelblatter aus dem Abo-Direktvertrieb oder kuenstlich limitierte Motivbloecke sind eine bekannte Wert-Falle: Der Erstausgabepreis war hoch, der Sekundaermarktwert enttaeuscht regelmaessig. Das gilt unabhaengig vom Ausgabeland.

Fazit: Wo kaufen und wie einsteigen

Weihnachts-Briefmarken sind eines der zugaenglichsten Motivthemen der Philatelie. Die deutsche Wohlfahrtsserie seit 1969 bietet fuer wenig Geld eine historisch reiche Sammlung - ohne Einstiegshuerde und ohne Risiko. Wer gezielt nach internationalen Ausgaben, vollstaendigen Jahrgaengen oder seltenen Fruehjahrsbloecken sucht, findet bei Catawiki laufende Auktionen mit dokumentierten Zuschlagsebenen, die eine realistischere Orientierung bieten als statische Katalogwerte.

Fuer spezialisierte Themen-Shops empfiehlt sich Postbeeld fuer internationale Weihnachtsmotive und auslaendische Lueckenfueller sowie Goldhahn fuer komplette Bund-Weihnachts-Jahrgaenge und Ersttagsbrief-Pakete. Die aktuellen Jahrgaenge erhalten Sie zum Nominalwert direkt bei der Post.

Wer eine geerbte Weihnachtsmarken-Sammlung im Nachlass hat: Vordruck-Alben mit gestempelten Wohlfahrtsmarken sind in der Regel Massenware mit ideellem Erinnerungswert. Eine sachkundige Schaetzung sortiert Standard-Bestand von echten Highlight-Stuecken - nur bei unveroefffentlichten Probedrucken oder Fehlproduktionen lohnt der Gang zum Fachgutachter.

Einen weiteren Einstieg ins Motivsammeln bietet der Motiv-Hub mit Ueberblick ueber alle Themenschwerpunkte. Wer das Thema Wohlfahrtsmarken vertiefen moechte, wird auch bei den Oster-Briefmarken fuendig - ebenfalls eine jaehrliche Wohlfahrtsserie der Bundespost.

Fragen und Antworten

Hier finden Sie Antworten auf die haeufigsten Fragen zu Weihnachts-Briefmarken als Sammelgebiet.

Welche Weihnachts-Briefmarken sind wertvoll?

Die ueberwaeltigende Mehrheit der regulaeren Weihnachtsmarken ab den 1960er Jahren ist Massenware ohne nennenswerten Marktwert. Wertvoll sind ausschliesslich historische Raritaeten, ungelochte Fehlproduktionen oder unveroefffentlichte Probedrucke wie die Mustermarke „Pausbaeckchen des Christkindes" von Bund 1969 mit ca. 3.300 EUR. Mehr dazu im Abschnitt „Highlight-Marken und Wertspitzen".

Was waren die ersten Weihnachts-Briefmarken der Welt?

Die kanadische „Map Stamp" von 1898 trug anlaeasslich der Feiertage erstmals den Aufdruck „XMAS 1898". Sechs Jahre spaeter erfand der daenische Postmeister Einar Holboell 1904 die erste reine Spenden-Weihnachtsmarke ohne Portowert. Alle Details dazu finden Sie im Abschnitt „Geschichte".

Wann begann die Bundespost mit Weihnachtsmarken?

Die Deutsche Bundespost fuehrte 1969 ihre erste Weihnachtsmarke als Zuschlagsmarke ein; das Startmotiv war eine „Zinnfigur um 1850" (Michel-Nr. Bund 610). Seitdem erscheint die Wohlfahrtsserie jaehrlich ohne Unterbrechung. Schauen Sie dazu in den Bereich „Bekannteste Serien und Ausgaben".

Wie sammelt man Weihnachts-Briefmarken sinnvoll?

Am pragmatischsten ist der nationale Fokus auf DACH-Ausgaben, der sich mit guenstigen Vordruck-Alben lueckenlos dokumentieren laesst. Alternativ bieten Sub-Topics wie „Krippenszenen" oder der Belegformen-Fokus auf Ersttagsbriefe mit Sonderstempeln klare Sammelgrenzen. Alle Strategien im Abschnitt „Sammelstrategie und Aufbau".

Lohnt sich die Bundespost-Serie Weihnachten als Sammelobjekt?

Philatelistisch ist sie eine hervorragende, historisch spannende Wohlfahrtsserie - finanziell kein Spekulations- oder Anlageobjekt, was sie zur perfekten erschwinglichen Einsteigerserie macht. Eine vollstaendige Sammlung seit 1969 ist fuer unter 50 EUR moeglich - Details unter „Marktpreise und Sammelkosten".

Wo kauft man Weihnachts-Briefmarken?

Aktuelle Jahrgaenge kaufen Sie direkt bei der nationalen Post zum Nominalwert; historische Ausgaben und Ersttagsbriefe gibt es bei spezialisierten Themen-Shops. Wertvolle Einzelstuecke oder grosse Konvolute finden sich zuverlaessig auf Catawiki mit dokumentierten Zuschlagsebenen als Marktorientierung - mehr im Abschnitt „Fazit: Wo kaufen".

Was sind Christmas Seals?

Christmas Seals sind Spendenvignetten ohne Portowert, 1904 vom daenischen Postmeister Einar Holboell zur Tuberkulosebekaempfung eingefuehrt. Sie haben keinen Frankaturwert als Briefmarken, sind aber ein eigenstaendiges Sammelgebiet fuer Motivsammler und Postgeschichts-Enthusiasten. Hintergruende dazu im Abschnitt „Geschichte".

Klaus Weber
Klaus Weber

Mit den DDR-Marken aus dem Album meines Großvaters bin ich als Kind zum ersten Mal mit Briefmarken in Berührung gekommen. Über die Jahrzehnte habe ich gesehen, wie Erben und Sammler oft an Hype und Halbwissen scheitern. Daher freue ich mich, meine Erfahrung als langjähriger Sammler bei briefmarkenmesse-essen.de einbringen zu dürfen.