Weihnachts-Briefmarken der Bundespost gelten unter Philatelisten als zuverlässige Massenware. Den Sammlerwert bestimmt nicht das Motiv, sondern der Erhaltungsgrad und das Vorhandensein von seltenen Druckfehler-Varianten mit realem Marktwert.
Bei Catawiki zeigen realisierte Zuschläge, wie weit Katalogwert und tatsächlicher Marktpreis auseinanderliegen. In der Beratung sehe ich vollständige Jahrgangssätze, die weit unter dem Michel-Ansatz wechseln.
Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Weihnachtsausgaben aus dem deutschen Sprachraum philatelistisch relevant sind, wo die dokumentierten Wertspitzen des Motivs liegen und wie Sie eine strukturierte Sammelstrategie aufbauen.
Auf einen Blick
- Die Deutsche Bundespost führte 1969 ihre erste Weihnachtsmarke ein; die Wohlfahrtsserie läuft seitdem ununterbrochen und umfasst heute über 200 Ausgaben.
- Reguläre Weihnachtsmarken der 1970er bis 1990er Jahre sind Massenware; echte Wertspitzen liegen bei Fehldrucken und unveröffentlichten Probedrucken.
- Eine vollständige Standardsammlung aller Bundespost-Weihnachtsmarken seit 1969 lässt sich für unter 50 Euro aufbauen und eignet sich damit als ideale Einsteigerserie.
- Weltweit erscheinen jährlich Hunderte Neuausgaben aus mehreren Dutzend Ländern; thematisch breite Sammlungen erfordern deshalb frühzeitig eine klare Abgrenzung des Sammelgebiets.
Schnellfakten: Weihnachts-Briefmarken
Die folgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Fakten des Sammelgebiets, bevor wir in die Geschichte und Wertdetails einsteigen.
| Erste dokumentierte Weihnachts-Briefmarke | Kanada 1898, „Map Stamp" mit Aufdruck „XMAS 1898" - Marks Commonplace, Kanada-Map-Stamp |
|---|---|
| Wichtigste Postverwaltungen | Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien, USA, Österreich, Vatikanstadt - Wikipedia: Weihnachtsbriefmarke |
| Geschätzter Sammelfeld-Umfang | Zehntausende Marken weltweit - Motivgruppe Weihnachten e. V. |
| Bekannteste Serie | Wohlfahrtsmarken „Weihnachten" der Deutschen Bundespost (kontinuierlich seit 1969) - Wikipedia: Weihnachtsmarken Bundespost |
| Hoechster dokumentierter Wert | ca. 3.307 EUR (unveröfffentlichte Mustermarke „Pausbaeckchen des Christkindes", Bund 1969, postfrisch mit BPP-Attest) - Haus der Briefmarke (Borek) |
| Typischer Einstiegspreis | Unter 1,00 EUR (gestempelter Standard-Satz aus Nachlass) - suche-briefmarken.de, BRD 1969 |
| Katalog-Referenz | Michel Deutschland-Katalog (Bund/Berlin-Serien) sowie Michel Motiv-Katalog Weihnachten |
| Sammlungsvereinigung | Motivgruppe Weihnachten e. V. (BDPh-Arbeitsgemeinschaft, mg-weihnachten.de) |

Geschichte: Von der ersten Weihnachtsmarke bis zur Bundespost-Tradition
Die Geschichte der Weihnachtsmarke beginnt früher, als die meisten Sammler vermuten. Die Entwicklung lässt sich in drei klar abgegrenzte Phasen einteilen, die ich hier kurz vorstelle.
Die erste Weihnachtsmarke: Kanada 1898
Als offiziell erste Briefmarke der Welt mit explizitem Weihnachtsbezug gilt die kanadische „Map Stamp", herausgegeben 1898 zur Imperial Penny Postage. Da der Erstausgabetag in die Feiertage fiel, wurde die Marke mit dem Aufdruck „XMAS 1898" versehen - eine Weltkarte des Britischen Empires im Hintergrund, ein postalisches Gesprächwunder. Mehr zur Entstehungsgeschichte dieser Ausgabe beschreibt Marks Commonplace in seinem Beitrag zur Kanada-Map-Stamp.
Einar Holböll und die Spendenvignette 1904
Sechs Jahre später entstand das zweite Grundprinzip des Motivs: der dänische Postmeister Einar Holböll entwickelte 1904 die erste Spenden-Weihnachtsmarke, einen sogenannten „Christmas Seal" ohne eigenen Portowert, zur Bekämpfung von Tuberkulose. Diese karitative Tradition - Briefmarke als Spendeninstrument - setzte den Grundstein für die deutschen Wohlfahrtsmarken und prägt das Motivbild bis heute. Die Biografie Holbölls ist bei Wikipedia ausführlich dokumentiert.
Globaler Durchbruch in den 1960er Jahren
Amtliche Weihnachtsmarken als reguläre Postwertzeichen verbreiteten sich in den 1960er Jahren weltweit: Die USA gaben 1962 ihre erste Christmas-Marke heraus, Großbritannien folgte 1966, die Deutsche Bundespost schließlich 1969 mit dem Motiv „Zinnfigur um 1850" (Michel-Nr. Bund 610). Im deutschen Sprachraum werden Weihnachtsmarken seither fast ausschliesslich als Zuschlagsmarken für Wohlfahrtszwecke emittiert - ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber angloamerikanischen Sondermarkenserien.
International bedienen christlich geprägte Länder wie der Vatikan klassische Kunstwerk- und Krippenmotive, während zahlreiche pazifische und karibische Kleinstaaten popkulturelle Lizenzmotive in Massenauflagen herausgeben.
Bekannteste Serien und Ausgaben
Für eine solide Weihnachtsmarken-Sammlung sollte man die klassischen Serien kennen, die als philatelistische Basis-Ausgaben gelten - von der Bundespost bis zu den britischen Christmas Issues.
| Land | Serie / Ausgabe | Jahr / Zeitraum | Anlass / Besonderheit | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland (Bund / Berlin) | Wohlfahrtsmarken „Weihnachten" | seit 1969 | Jährliche Serie mit Spendenzuschlag; Start mit Motiv „Zinnfigur um 1850" (Mi-Nr. Bund 610, Berlin 352). | Wikipedia: Bundespost-Weihnachtsmarken |
| Kanada | Imperial Penny Postage „Map Stamp" | 1898 | Erste Briefmarke der Welt mit Aufdruck „XMAS 1898"; Weltkarte des Britischen Empires. | Marks Commonplace |
| USA | Christmas Issue (Wreath & Candles) | seit 1962 | Erste US-Weihnachtsmarke (4-Cent-Ausgabe); begründete jährliche „Traditional" (Madonnen) und „Contemporary" (weltliche) Issues. | Mystic Stamp |
| Großbritannien | UK Christmas Stamps | seit 1966 | Erste Serie nach Design-Wettbewerb von Schulkindern: König des Orients, Schneemann. | Collect GB Stamps |
| Österreich | Weihnachtsmarken / Postamt Christkindl | seit 1965 | Jährliche Weihnachtseditionen, verknüpft mit dem Sonderpostamt Christkindl (Sonderstempel seit 1950). | Wikipedia: Postamt Christkindl |
Als Sammler-Pflicht gelten die deutschen Bundespost-Wohlfahrtsserien, die britischen Royal Mail Christmas Issues und die österreichischen Christkindl-Ausgaben - sie bilden das Rückgrat jeder ernsthaften Weihnachtsmarken-Sammlung. Lizenz-Massenausgaben aus karibischen oder pazifischen Kleinstaaten mit Comic- und Filmmotiven sind dekorativ, aber philatelistisch und werttechnisch als klar nachrangig zu bewerten. Wer tiefer in das Motiv einsteigen möchte, findet auf der Seite über Vatikan-Briefmarken weitere Klassiker der Krippenphilatelie.
Highlight-Marken und Wertspitzen
Die Wahrheit über Weihnachtsmarken und ihren Wert ist ernüchternd und befreiend zugleich: Fast alle regulären Ausgaben sind absolute Massenware. Echte Wertspitzen beschränken sich auf Fehlproduktionen und seltene Probedrucke.
| Ausgabe | Land + Jahr | Besonderheit | Dokumentierter Wert | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Unveroefffentlichte Mustermarke „Pausbaeckchen des Christkindes" | BRD 1969 | Probedruck kurzfristig abgelehnt, Figur umgestaltet; nur sehr wenige Muster-Exemplare bekannt. | ca. 3.307 EUR (Handelswert postfrisch mit BPP-Attest) | Haus der Briefmarke (Borek) |
| Canada Map Stamp 2-Cent „XMAS 1898" (Imperforated) | Kanada 1898 | Ungelochte Version der allerersten Weihnachtsmarke; extrem seltene Fehlerversion (Auflage unter 600 Paare weltweit). | 1.000-1.500 EUR (Auktionsschaetzung Maxsold) | Maxsold-Auktionskatalog |
| Wohlfahrtsmarke „Weihnachtsengel" 20+10 Pf | BRD 1971 | Gesuchte Standard-Ausgabe der frühen Bundespost; Michel-Katalog-Wert als Referenz für die Massen-Epoche. | 2,00-5,00 EUR (Katalogwert für FDC / postfrisch) | Wikipedia: Bundespost-Weihnachtsmarken |
In der Beratung sehe ich immer wieder, dass Erben liebevoll zusammengestellte Vordruck-Alben mit Ersttagsbriefen der Bundespost-Wohlfahrt vorfinden. Das sind wertvolle Zeugnisse deutscher Nachkriegsgeschichte - doch die Erwartungen an den Marktwert sind angesichts der damaligen Anschaffungspreise oft unrealistisch hoch. Wer tatsächlich eine hochwertige Rarität im Bestand hat, der erkennt das daran, dass ein BPP-Attest vorliegt oder benötigt wird.
Alle anderen Stücke - auch vollständige Jahrgänge in Toplage - bleiben im zweistelligen Eurobereich. Goldfolien-Briefmarken und künstlich limitierte Sonderdrucke aus dem Abo-Direktvertrieb sind eine klassische Wert-Falle für Einsteiger. Ein Blick darauf, wie Marktwerte wirklich entstehen, hilft, solche Irrtumer früh zu erkennen.
Sammelstrategie und Aufbau
Weihnachtsmarken zu sammeln klingt nach einem überschaubaren Vorhaben - ist es aber nicht, wenn man nicht von Anfang an eine klare Strategie hat. Das Motiv ist weltweit millionenfach vertreten, und ohne einen klar definierten Sammelrahmen verliert man sich schnell.
Komplette internationale Werkschau
Der Versuch, alle jemals erschienenen Weihnachtsmarken weltweit zu erfassen, ist philatelistisch spektakulär - und praktisch unbegrenzt aufwendig. Da jährlich Hunderte neuer Ausgaben hinzukommen, ist dieser Pfad nur für Sammler mit sehr viel Zeit und Budget realistisch. Die meisten Einsteiger scheitern an der unüberschaubaren Materialfülle, bevor die Sammlung Form annimmt.
Nationaler Fokus: DACH-Raum
Die beliebteste und strukturierteste Strategie ist der Fokus auf die Weihnachts-Wohlfahrtsmarken von Bund und Berlin sowie die Ausgaben aus Österreich und der Schweiz. Dieser Pfad lässt sich ideal mit Vordruck-Alben von Lindner, Leuchtturm oder Schaubek lückenlos und übersichtlich dokumentieren. Wer über BRD-Briefmarken allgemein mehr wissen will, findet auf der Seite zu BRD-Briefmarken weiterführende Informationen zur Bundespost-Ausgabepolitik.
Motivisch eng: Sub-Topics
Viele Mitglieder der Motivgruppe Weihnachten e. V. spezialisieren sich auf Unterthemen wie „Engel", „Krippenszenen", „Madonnen-Gemälde" oder ausschliesslich „Christmas Seals" (die reinen Spendenvignetten nach historischem Vorbild). Diese Tiefenspezialisierung ermöglicht echtes Expertenwissen, das breite Sammelgebiete nie erreichen.
Belegformen-Fokus: Ersttagsbriefe und Sonderstempel
Besonders beliebt ist das Sammeln von Ersttagsbriefen (FDC) mit speziellen weihnachtlichen Sonderstempeln. Das österreichische Postamt Christkindl und das norddeutsche Himmelpfort sind die klassischen Sonderstempel-Lieferanten für Weihnachtspost. Philatelistisch hochwertig und erzählerisch reich - jedem FDC liegt ein Brief zugrunde, der wirklich verschickt wurde.
Als Anlaufstelle für alle Sammelstrategien empfehle ich die Motivgruppe Weihnachten e. V. als bestens vernetzter BDPh-Ansprechpartner für dieses Motiv (mg-weihnachten.de).
Marktpreise und Sammelkosten
Was kostet eine solide Weihnachtsmarken-Sammlung? Die Antwort hängt stark von der gewählten Strategie ab. Als Orientierung habe ich die gängigen Preisspannen zusammengestellt.
| Stück / Serie | Erhaltung | Preisspanne EUR | Beleg-Art | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Bund Weihnachtsmarke Standard (z. B. 1980er Jahre) | gestempelt | 0,10-0,50 EUR | Händler / Marktplatz | suche-briefmarken.de |
| USA Christmas Issue (1962) Ersttagsbrief | FDC | 2,00-5,00 EUR | Marktplatz | Mystic Stamp |
| Komplette Jahressaetze Bund Weihnachten (1969-1994) | postfrisch | 15,00-30,00 EUR | Händler | Wikipedia: Bundespost-Weihnachtsmarken |
| Bund Mustermarke „Pausbaeckchen" (1969) | postfrisch (mit Attest) | ca. 3.300 EUR | Händler | Haus der Briefmarke (Borek) |
Eine solide, saubere und nahezu vollständige Standardsammlung aller bundesdeutschen Weihnachtsmarken seit 1969 lässt sich problemlos für ein Budget unter 50 EUR aufbauen - das ist im Vergleich zu anderen Sammelgebieten ein kaum zu unterbietender Einstiegsaufwand.
Bitte beachten Sie dabei den Unterschied zwischen Michel-Katalogwert und realem Handelswert: Bei Massenware wie den Standard-Wohlfahrtsmarken weicht der Katalogwert massiv vom Marktpreis ab. Auktionen korrigieren diesen Wert zuverlässig nach unten - moderne Konvolute oder FDC-Mappen erzielen oft nur einen kleinen Bruchteil des nominellen Katalogwertes. Wie Marktwerte bei Briefmarken generell entstehen und was das für Ihre Sammlung bedeutet, habe ich im Beitrag zum Thema Briefmarkenwert und Marktwert erklärt.
Auch weihnachtliche Sammelblatter aus dem Abo-Direktvertrieb oder künstlich limitierte Motivblöcke sind eine bekannte Wert-Falle: Der Erstausgabepreis war hoch, der Sekundärmarktwert enttäuscht regelmäßig. Das gilt unabhängig vom Ausgabeland.
Fazit: Wo kaufen und wie einsteigen
Weihnachts-Briefmarken sind eines der zugänglichsten Motivthemen der Philatelie. Die deutsche Wohlfahrtsserie seit 1969 bietet für wenig Geld eine historisch reiche Sammlung - ohne Einstiegshürde und ohne Risiko. Wer gezielt nach internationalen Ausgaben, vollständigen Jahrgängen oder seltenen Frühjahrsblöcken sucht, findet bei Catawiki laufende Auktionen mit dokumentierten Zuschlagsebenen, die eine realistischere Orientierung bieten als statische Katalogwerte.
Für spezialisierte Themen-Shops empfiehlt sich Postbeeld für internationale Weihnachtsmotive und ausländische Lückenfüller sowie Goldhahn für komplette Bund-Weihnachts-Jahrgänge und Ersttagsbrief-Pakete. Die aktuellen Jahrgänge erhalten Sie zum Nominalwert direkt bei der Post.
Wer eine geerbte Weihnachtsmarken-Sammlung im Nachlass hat: Vordruck-Alben mit gestempelten Wohlfahrtsmarken sind in der Regel Massenware mit ideellem Erinnerungswert. Eine sachkundige Schätzung sortiert Standard-Bestand von echten Highlight-Stücken - nur bei unveröfffentlichten Probedrucken oder Fehlproduktionen lohnt der Gang zum Fachgutachter.
Einen weiteren Einstieg ins Motivsammeln bietet der Motiv-Hub mit Überblick über alle Themenschwerpunkte. Wer das Thema Wohlfahrtsmarken vertiefen möchte, wird auch bei den Oster-Briefmarken fündig - ebenfalls eine jährliche Wohlfahrtsserie der Bundespost.
Fragen und Antworten
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Weihnachts-Briefmarken als Sammelgebiet.
Welche Weihnachts-Briefmarken sind wertvoll?
Die überwältigende Mehrheit der regulären Weihnachtsmarken ab den 1960er Jahren ist Massenware ohne nennenswerten Marktwert. Wertvoll sind ausschliesslich historische Raritäten, ungelochte Fehlproduktionen oder unveröfffentlichte Probedrucke wie die Mustermarke „Pausbaeckchen des Christkindes" von Bund 1969 mit ca. 3.300 EUR. Mehr dazu im Abschnitt „Highlight-Marken und Wertspitzen".
Was waren die ersten Weihnachts-Briefmarken der Welt?
Die kanadische „Map Stamp" von 1898 trug anlaeasslich der Feiertage erstmals den Aufdruck „XMAS 1898". Sechs Jahre später erfand der dänische Postmeister Einar Holböll 1904 die erste reine Spenden-Weihnachtsmarke ohne Portowert. Alle Details dazu finden Sie im Abschnitt „Geschichte".
Wann begann die Bundespost mit Weihnachtsmarken?
Die Deutsche Bundespost führte 1969 ihre erste Weihnachtsmarke als Zuschlagsmarke ein; das Startmotiv war eine „Zinnfigur um 1850" (Michel-Nr. Bund 610). Seitdem erscheint die Wohlfahrtsserie jährlich ohne Unterbrechung. Schauen Sie dazu in den Bereich „Bekannteste Serien und Ausgaben".
Wie sammelt man Weihnachts-Briefmarken sinnvoll?
Am pragmatischsten ist der nationale Fokus auf DACH-Ausgaben, der sich mit günstigen Vordruck-Alben lückenlos dokumentieren lässt. Alternativ bieten Sub-Topics wie „Krippenszenen" oder der Belegformen-Fokus auf Ersttagsbriefe mit Sonderstempeln klare Sammelgrenzen. Alle Strategien im Abschnitt „Sammelstrategie und Aufbau".
Lohnt sich die Bundespost-Serie Weihnachten als Sammelobjekt?
Philatelistisch ist sie eine hervorragende, historisch spannende Wohlfahrtsserie - finanziell kein Spekulations- oder Anlageobjekt, was sie zur perfekten erschwinglichen Einsteigerserie macht. Eine vollständige Sammlung seit 1969 ist für unter 50 EUR möglich - Details unter „Marktpreise und Sammelkosten".
Wo kauft man Weihnachts-Briefmarken?
Aktuelle Jahrgänge kaufen Sie direkt bei der nationalen Post zum Nominalwert; historische Ausgaben und Ersttagsbriefe gibt es bei spezialisierten Themen-Shops. Wertvolle Einzelstücke oder große Konvolute finden sich zuverlässig auf Catawiki mit dokumentierten Zuschlagsebenen als Marktorientierung - mehr im Abschnitt „Fazit: Wo kaufen".
Was sind Christmas Seals?
Christmas Seals sind Spendenvignetten ohne Portowert, 1904 vom dänischen Postmeister Einar Holböll zur Tuberkulosebekämpfung eingeführt. Sie haben keinen Frankaturwert als Briefmarken, sind aber ein eigenständiges Sammelgebiet für Motivsammler und Postgeschichts-Enthusiasten. Hintergründe dazu im Abschnitt „Geschichte".

Mit den DDR-Marken aus dem Album meines Großvaters bin ich als Kind zum ersten Mal mit Briefmarken in Berührung gekommen. Über die Jahrzehnte habe ich gesehen, wie Erben und Sammler oft an Hype und Halbwissen scheitern. Daher freue ich mich, meine Erfahrung als langjähriger Sammler bei briefmarkenmesse-essen.de einbringen zu dürfen.