Das Sammelgebiet Deutsches Reich reicht von den Brustschild-Ausgaben 1872 über Germania und die Inflationszeit bis zu den Schlussausgaben 1945 — drei politische Epochen, philatelistisch dokumentiert.
Auf Catawiki finden Sie regelmäßig klassische Krone-Adler-Marken, seltene Inflations-Aufdrucke, geprüfte Weimarer Ausgaben und Stücke aus der Germania-Serie — jeweils mit Michel-Katalognummer, Erhaltungsgrad und bei geprüften Objekten mit Befundbescheinigung.
Ob gestempelte Einzelmarke, Bogenrand oder Ganzsache: Die Bandbreite macht dieses Gebiet für Einsteiger und erfahrene Sammler gleichermaßen attraktiv — besonders wenn Sie gezielt qualitätsgeprüfte Stücke suchen.
Auf einen Blick
- Das Sammelgebiet umfasst über 900 Hauptnummern im Michel Deutschland-Spezial - von 1872 bis 1945.
- Massenware aus Kaiserreich und Drittem Reich bringt beim Händler-Ankauf typischerweise 10 bis 20 Prozent des Michel-Katalogwerts.
- Für Inflationsmarken und höherwertige Ausgaben ist eine BPP-Prüfung vor dem Verkauf zwingend notwendig.

Schnellfakten: Deutsches Reich 1872-1945
Zum Einstieg die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Der Michel Deutschland-Spezial Band 1 ist die Pflicht-Referenz für dieses Gebiet - ohne Katalog läuft hier nichts.
| Postverwaltung | Deutsche Reichspost |
|---|---|
| Erstes Ausgabejahr | 1872 (Michel-Nr. 1, Kleiner Brustschild) |
| Letztes Ausgabejahr | 1945 |
| Umfang | Über 900 Hauptnummern (Michel Deutschland-Spezial, Band 1) |
| Ausgabeperiode mit Verkaufs-Relevanz | 1872 bis 1945 (Schwerpunkte: Inflation 1923, Drittes Reich) |
| Bekannteste Ausgabe | Germania-Dauerserien (1900-1920) |
| Häufige Spezialgebiete | Deutsche Kolonien, Inflation 1916-1923, Feldpost, Zeppelinpost |
| Katalog-Referenz | Michel Deutschland-Spezial (Band 1: 1849 bis April 1945) |
Geschichte und Postverwaltung: Drei Epochen, ein Gebiet
Die Briefmarken des Deutschen Reichs lassen sich nicht als homogenes Sammelgebiet behandeln. Es handelt sich um drei grundlegend verschiedene Staatsformen, die nacheinander dieselbe Postverwaltung benutzten - mit jeweils eigener politischer Repräsentation auf Papier, die Briefmarken als Propagandamittel einsetzte.
Kaiserreich: Die Brustschilde und ihre Nachfolger (1872-1918)
Am 1. Januar 1872 erschienen die ersten regulären Marken der Deutschen Reichspost: Kleiner und Großer Brustschild in Groschen- und Kreuzerwährung. Wie sammeln-spezial.de im Brustschild-Artikel dokumentiert, zeichnen sich diese ersten Ausgaben durch zahlreiche katalogisierte Plattenfehler aus - ein Detail, das Spezialsammlern bis heute Freude bereitet.
Es folgte die Germania-Dauerserie ab 1900 - die längste Dauerserie des Kaiserreichs, benannt nach der allegorischen Darstellung Deutschlands. Farbnuancen, Zähnungsvarianten und Wasserzeichen-Wechsel machen diese Serie zu einem eigenen Spezialgebiet, das nach meiner Erfahrung jahrelange Spezialisierung erfordert.
Weimarer Republik und Inflation (1918-1933)
Die Hyperinflation 1922-1923 schuf ein philatelistisches Sondergebiet: massive Überdrucke mit immer höheren Nennwerten, um dem täglichen Währungsverfall zu folgen. Im November 1923 endete die Hyperinflation mit der Währungsreform zur Rentenmark - ein Datum, das ein philatelistisches Kapitel abschloss.
Echt gelaufene Inflationsbriefe gehören zu den gesuchten Stücken dieses Gebiets. Ab 1939 gab die Reichspost zahlreiche Besatzungsausgaben heraus - für Böhmen und Mähren oder das Generalgouvernement - ergänzt durch umfangreiche Feldpost-Ausgaben.
Drittes Reich (1933-1945)
Das Dritte Reich produzierte Briefmarken in Milliardenauflagen. Die Hitler-Porträt-Dauerserien dominierten den Alltag und haben philatelistisch heute nahezu keinen Handelswert mehr. Ausnahmen bilden bestimmte Blocks und gut erhaltene Postgeschichte wie Feldpostbelege oder Zeppelinfahrten.
Das Sammeln von NS-Briefmarken ist in Deutschland über die Sozialadäquanzklausel gemäß § 86 Abs. 3 StGB für wissenschaftliche, historische und philatelistische Zwecke erlaubt. Verboten ist die öffentliche Zurschaustellung oder Verbreitung mit propagandistischem Charakter, wie die IT-Recht Kanzlei zu § 86a StGB erläutert. Jeder seriöse Händler und jedes Auktionshaus handelt dabei rechtskonform im historischen Rahmen.
Typische Ausgaben und Markenbilder
Das Sammelgebiet kennt einige Ausgaben-Gruppen, über die Sammler und Erben Bescheid wissen sollten - weil sie entweder besonders gesucht oder besonders häufig falsch eingeschätzt werden.
Brustschilde 1872-1874
Die Brustschilde sind die ersten regulären Reichspost-Marken. Buch- und Prägedruck, unterschieden nach großem und kleinem geprägten Wappenschild in der Mitte. Auf Tauschtagen beobachte ich immer wieder, wie auf jede Zähnungs-Unregelmäßigkeit dieser Serie geschimpft wird. Dabei vergessen viele, dass perfekte Ränder bei den Brustschilden die absolute Ausnahme und keine Voraussetzung für einen guten Wert sind.
Germania-Dauerserien 1900-1920
Die Germania-Serie ist ein Paradies für Spezialisten - und eine Falle für Laien. Farbnuancen zwischen Friedens- und Kriegsdrucken sowie Wasserzeichen-Wechsel (Wz. 1 Rauten vs. Wz. 2 Waffeln) können laut dem Fachbeitrag zur Germania-Identifizierung massiv über den Wert entscheiden. Katalogwissen allein reicht für die Germania-Serie wirklich nicht - wer diese Serie ernsthaft auf Farbnuancen sammeln will, braucht eine Referenzsammlung und gute Tageslichtbedingungen.
Inflations-Ausgaben 1922-1923
Rosetten- und Korbdeckel-Muster sowie massive Überdrucke mit immer höheren Nennwerten charakterisieren diese Zeit. Ein Irrtum, der sich hartnäckig hält: Postfrische Inflationsbögen mit hohen Nennwerten sind wegen der Milliardenauflagen fast wertlos. Der philatelistische Wert liegt bei echt gestempelten Bedarfsbriefen auf korrekte Portostufe - und die müssen geprüft sein.
Hitler-Dauerserien 1941-1945
In Milliardenauflagen produziert und als Propagandainstrument eingesetzt, haben die Hitler-Porträts kaum philatelistischen Sammlerwert. Sie sind postfrisch oder gestempelt für Cent-Beträge bei Händlern zu finden. Nur gut erhaltene Blocks oder Feldpostganzstücke stechen philatelistisch heraus.
Raritäten und Top-Stücke
Bei den wirklich gesuchten Stücken des Deutschen Reichs zeigt sich, dass Zustand und Prüfzeichen alles entscheiden. Die folgende Tabelle gibt Orientierungswerte - Michel-Katalogwerte und tatsächliche Zuschläge weichen teils erheblich voneinander ab.
| Ausgabe | Jahr | Besonderheit | Wertorientierung | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Nothilfe-Block (Block 2) | 1933 | Handgeschöpftes Papier, Wasserzeichen Hakenkreuz, Auflage nur 64.000 Stück | ca. 1.800 EUR (Michel-KW, mit Falz); postfrisch deutlich höher | Primus Münzen |
| Zeppelin-Post Nordamerikafahrt 1936 | 1936 | Gut erhaltener Bedarfsbrief auf der "Hindenburg", dokumentierter Zuschlag | bis 5.800 EUR (Auktionshaus Felzmann) | Felzmann Top-Zuschläge |
| 5 Mark Germania, seltene Zähnung | 1902 | Grünschwarz/dunkelkarmin, seltene Zähnungslöcher, geprüft Jäschke-Lantelme | bis 2.100 EUR (Auktionshaus Felzmann) | Felzmann Top-Zuschläge |
| Ostropa-Block (Block 3) | 1935 | Königsberg-Ausstellung, Abgabe nur auf Bezugsschein, säurehaltige Gummierung | 900-1.100 EUR (Handelswert, je nach Erhaltung) | Wikipedia: Ostropablock |
Der Nothilfe-Block zeigt exemplarisch, wie Erhaltung und Gummierstatus den Preis treiben: Mit Falz liegt der Katalogwert deutlich unter dem für postfrische Exemplare. Beim Ostropa-Block kommt die säurehaltige Gummierung als philatelistische Besonderheit dazu, die Sammlern bei der Bewertung besonders kritisch auffällt.
Echtheitsprüfung: Was Sammler und Erben wissen müssen
Das Deutsche Reich ist eines der am häufigsten gefälschten Sammelgebiete. Für höherwertige Stücke gilt: ohne BPP-Prüfzeichen kein voller Handelswert. Diese Regel ist nicht verhandelbar.
Wasserzeichen als Wertdifferenzierer
Wasserzeichen sind im Deutschen Reich elementar, um optisch identisch aussehende Ausgaben zu unterscheiden. Wie Wikipedia zum Briefmarken-Wasserzeichen erläutert, sind Wz. 1 (Rauten, bis März 1922) und Wz. 2 (Waffeln, ab Januar 1922) bei der Germania-Serie entscheidend - der Unterschied kann hunderte Euro bedeuten.
Stempel-Echtheit bei Inflationsmarken
Bei der Inflation 1923 waren Marken durch Tarifsprünge postfrisch wertlos, echt gelaufen auf Bedarfsbrief hingegen teuer. Das macht rückdatierte Gefälligkeits- oder Falschstempel zur Regel, nicht zur Ausnahme. Wie sammeln-spezial.de zur Inflationsprüfung beschreibt, müssen echt gestempelte Inflationsmarken den Rund- oder Quadratstempel „Echt - INFLA-Berlin" tragen. Ich habe früh durch Lehrgeld gelernt: Ein Stempel auf einer Milliarden-Marke ohne INFLA-Prüfzeichen ist auf dem Markt de facto wertlos.
BPP-Prüfung: Wann sie Pflicht ist
Für Ausgaben des Deutschen Reichs ist ausschließlich eine Prüfung durch den Bund Philatelistischer Prüfer (BPP) maßgeblich. Seriöse Händler empfehlen bei Einzellosen ab ca. 150 EUR Handelswert grundsätzlich den Kauf mit aktuellem BPP-Fotoattest oder Kurzbefund. Wichtige Prüfbereiche umfassen Brustschilde, Germania und Inflationsausgaben; für Letztere ist die INFLA-Berlin-Prüfung bei jedem echt gestempelten Stück ratsam.
Zähnungs-Besonderheiten der frühen Ausgaben
Bei den Brustschild-Ausgaben von 1872 sind unregelmäßige Zähnungen oder leicht fehlende Spitzen oft herstellungsbedingt und stellen keinen zwingenden Mangel dar, solange das Markenbild intakt ist. Diese Grundkenntnis verhindert unnötige Preisabschläge beim Kauf wie beim Verkauf.
Aktuelle Marktpreise und Sammelkosten
Wer das Deutsche Reich ernsthaft sammeln möchte, braucht ein realistisches Bild der Preisspannen. Die Bandbreite ist extrem weit gestreut - von Cent-Beträgen bis fünfstelligen Auktionsresultaten.
| Stück / Serie | Erhaltung | Preisspanne EUR | Beleg-Art | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Hitler-Dauerserien 1941-1945 | postfrisch / gestempelt | Cent-Bereich | Händler | Borek Briefmarken Drittes Reich |
| Kleiner Brustschild 1872 (Satz 7 Werte) | gestempelt | ca. 100 EUR | Händler | Primus Münzen Brustschild |
| Inflations-Satz Korbdeckel (MiNr. 308/309) | postfrisch | 2,50-15 EUR | Händler | Phila-Versand Deutsches Reich |
Beim Michel-Wert als Vergleichsmaßstab gilt: Realistische Verkaufspreise für normale Lagerware liegen oft bei 10 bis 20 Prozent des Katalogs. Geprüfte Spitzenstücke und gut erhaltene Blocks können deutlich höhere Realisierungen erzielen. Eine Basis-Sammlung des Dritten Reichs ohne Spitzenblocks ist schon für einige hundert Euro zusammentragbar; eine Komplettsammlung mit geprüften Germania-Farben und Zeppelinpost kostet schnell hohe fünfstellige Beträge.
Experten raten bei diesem Gebiet dringend zur Spezialisierung. Eine lückenlose Komplettsammlung des Deutschen Reiches ist historisch zu unübersichtlich und zu teuer. Besser ein klar definiertes Teilgebiet - etwa nur Inflationsausgaben bedarfsgestempelt auf Brief oder Feldpost des Zweiten Weltkriegs.
Deutsches Reich verkaufen - realistische Wege
Wenn Sie eine Sammlung aus dem Deutschen Reich geerbt haben oder einen eigenen Bestand abgeben möchten, sollten Sie zunächst die wichtigste Erwartung korrigieren: Der Michel-Katalogwert ist kein Verkaufspreis, sondern ein Vergleichsmaßstab. Beim Händler-Ankauf von Standard-Bestand sind typischerweise 10 bis 20 Prozent des Michel-Katalogwerts realistisch; Auktionen erzielen bei Einzelstücken mit BPP-Prüfer-Attest oft mehr, bedeuten aber mehr Aufwand und längere Abwicklung.
In meiner aktiven Zeit im Verein kamen regelmäßig Erben mit Vordruckalben aus den 1930er- und 1940er-Jahren. Hitler-Porträts und Inflations-Aufdrucke waren fast immer dabei - und fast immer waren die Erwartungen deutlich zu hoch. Bevor Sie handeln, klären Sie daher den realistischen Marktwert.
Sachkundige Schätzung: Der erste Schritt
Der Bundesverband Deutscher Philatelisten (BDPh) sowie lokale Briefmarkenvereine bieten eine kostenfreie Erstanlaufstelle zur groben Sichtung ohne Interessenkonflikt. Für teurere Einzelstücke ist der Bund Philatelistischer Prüfer die kostenpflichtige, aber absolut notwendige Prüfinstanz - besonders bei Inflationsmarken ist ein Verkauf ohne INFLA-Berlin-Befund meist wertlos.
Auktionshaus mit Gebietsspezialisierung
Für hochwertige Sammlungen, seltene Blocks wie den Nothilfe- oder Ostropa-Block oder Zeppelinbelege eignen sich spezialisierte Häuser wie das Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden oder Christoph Gärtner in Bietigheim-Bissingen. Es fällt eine branchenübliche Käufer- und Einlieferer-Provision an, dafür erreicht der Katalog das richtige internationale Fachpublikum.
Direktverkauf und Ankauf
Beim Briefmarken-Ankauf durch Händler erzielen Sie bei Standardbeständen - also kompletten Jahrgängen Drittes Reich oder unsortierten Inflations-Alben - schnelle Abwicklung ohne Wartezeit. Die Marge ist niedrig, weil der Händler die Ware erst sortieren und lagern muss. Sinnvoll ist dieser Weg, wenn schnelle Abwicklung mehr zählt als maximaler Erlös.
eBay-Direktverkauf für identifizierte Einzelstücke
Für einzeln identifizierte Marken oder Sätze bis ca. 1.000 EUR - etwa Brustschild-Sätze oder geprüfte Germania-Ausgaben - ist eBay eine Option. Voraussetzung: gestochen scharfe Scans von Vorder- und Rückseite, Angabe der exakten Michel-Nummer und ein realistischer Startpreis sind Pflicht. Beim Eigenverkauf von Drittes-Reich-Material muss NS-Propaganda-Text auf Blockrand-Beschriftungen abgedeckt werden; das Konterfei auf regulären Hitler-Porträt-Marken darf sichtbar bleiben.
Online-Auktionsplattform für mittelwertige Lose
Für Lose im Bereich von einigen hundert bis ca. 2.000 Euro - etwa ein kleineres Spezialgebiet wie Feldpost oder geprüfte Germania-Sätze - lohnt es sich, bei der Online-Auktionsplattform Catawiki unverbindlich reinzuschauen. Das Anlegen eines Verkäufer-Accounts ist kostenlos; Catawiki erreicht ein breites europäisches Sammler-Publikum, das speziell nach deutschen Klassikern sucht.
Bei absoluten Spitzenstücken mit fünfstelligem Wert ist ein spezialisiertes Auktionshaus die bessere Wahl - dort sitzt das richtige Fachpublikum, das solche Preise erst realisiert. Für den vollständigen Überblick der verschiedenen Wege empfehle ich den Ratgeber unter Briefmarken verkaufen.
Fazit: Deutsches Reich kaufen und verkaufen
Das Sammelgebiet Deutsches Reich bietet durch seine drei politisch völlig verschiedenen Epochen eine historische Tiefe, die kaum ein anderes Gebiet erreicht. Als reines Investment eignet es sich nur bei absoluten, BPP-geprüften Seltenheiten wie seltenen Germania-Farbnuancen, handgeschöpften Blocks oder Zeppelinpost.
Wer kaufen möchte, findet bei Händlern, auf Tauschtagen und auf Auktionsplattformen eine breite Auswahl. Wer verkaufen möchte, sollte mit einer sachkundigen Schätzung starten und den Verkaufsweg dann vom Ergebnis abhängig machen - nicht umgekehrt. Eine BPP-Prüfung vorab spart in fast allen Fällen böse Überraschungen.
Fragen und Antworten
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Deutsches-Reich-Briefmarken - zum Sammeln, zur Echtheit und zum Verkauf.
Welche Deutsches-Reich-Briefmarken sind selten?
Die gesuchten Stücke sind vor allem handgeschöpfte Blocks des Dritten Reichs (Nothilfe-Block 2), echt gelaufene Inflationsbriefe auf korrekte Portostufe mit INFLA-Prüfzeichen und Germania-Serien in seltenen Farbnuancen oder mit Wasserzeichenabarten. Mehr dazu im Abschnitt „Raritäten und Top-Stücke".
Wie viel ist eine Sammlung Deutsches Reich wert?
Das variiert extrem. Ein Vordruckalbum der Jahre 1936-1945 bringt oft nur 50-150 Euro; befinden sich darin jedoch geprüfte Brustschilde oder postfrische Zeppelinfahrten, kann der Wert rasch in die Tausende gehen. Details finden Sie im Bereich „Aktuelle Marktpreise".
Was ist eine Briefmarke mit Hakenkreuz wert?
Die regulären Hitler-Porträts oder Standardausgaben des Dritten Reichs sind oft nur Cent-Beträge wert, da sie in Milliardenauflage produziert wurden. Ausnahmen sind seltene Blocks wie der Ostropa-Block oder der Nothilfe-Block mit Hakenkreuz-Wasserzeichen. Schauen Sie dazu in den Abschnitt „Raritäten und Top-Stücke".
Wo kaufe ich Deutsches-Reich-Briefmarken?
Massenware findet sich günstig auf eBay oder Tauschtagen. Investitionsstücke ab 150 EUR sollten zwingend bei Fachhändlern oder spezialisierten Auktionshäusern gekauft werden - idealerweise immer mit BPP-Attest. Mehr dazu unter „Echtheitsprüfung".
Wie verkaufe ich eine Deutsches-Reich-Sammlung?
Der beste Einstieg ist eine Erstberatung bei einem Briefmarkenverein oder BDPh-Mitglied. Liegen BPP-Atteste vor, lohnt der Gang zum Auktionshaus; ohne Prüfatteste bleibt meist nur der Händler-Direktankauf. Alle Wege erkläre ich im Abschnitt „Deutsches Reich verkaufen".
Was ist die erste Deutsches-Reich-Briefmarke?
Das sind die Ausgaben „Kleiner Brustschild" von 1872 (Michel-Nr. 1 bis 6, Groschen- und Kreuzerwährung), herausgegeben kurz nach der Reichsgründung. Der gestempelte Satz dieser ersten Reichspost-Ausgabe kostet im Handel rund 100 Euro. Mehr dazu im Abschnitt „Typische Ausgaben".
Lohnt sich das Sammeln von Deutsches-Reich-Briefmarken?
Philatelistisch ist es durch die drei völlig unterschiedlichen Epochen eines der historisch spannendsten Gebiete. Als reines Investment eignet es sich nur bei BPP-geprüften Seltenheiten. Für Einsteiger empfehle ich eine klare Spezialisierung - etwa Inflationsausgaben oder Feldpost, wie im Abschnitt „Aktuelle Marktpreise und Sammelkosten" erläutert.

Mit den DDR-Marken aus dem Album meines Großvaters bin ich als Kind zum ersten Mal mit Briefmarken in Berührung gekommen. Über die Jahrzehnte habe ich gesehen, wie Erben und Sammler oft an Hype und Halbwissen scheitern. Daher freue ich mich, meine Erfahrung als langjähriger Sammler bei briefmarkenmesse-essen.de einbringen zu dürfen.