Clicky

Alliierte Besetzung 1945-1949: Briefmarken der Westzonen

Die Briefmarken der Alliierten Besetzung, ausgegeben zwischen 1945 und 1949 in amerikanischer, britischer, französischer und sowjetischer Zone, zählen zu den variantenreichsten Ausgaben der deutschen Philatelie überhaupt.

Auf Catawiki finden Sie laufend kuratierte Lose aus allen vier Zonen, von der AM-Post über die Gemeinschaftsausgaben des Kontrollrats bis zur Bautenserie der Bizone.

Aktuelle Marken entdecken

Ich zeige Ihnen hier, welche Zonen-Ausgaben Sammler heute besonders schätzen, worauf Sie bei Papier- und Druckvarianten achten sollten und wie sich die Marktpreise seit der Währungsreform von 1948 entwickelt haben.

Auf einen Blick

  • Das Sammelgebiet umfasst rund 300 Hauptnummern (zuzüglich Hunderte Farb- und Zähnungsvarianten) und reicht von der AM-Post 1945 bis zum Übergang in die BRD 1949.
  • Einstieg bereits ab 1-5 Euro möglich für gestempelte Standardwerte der AM-Post oder der Bautenserie, während Zehnfachfrankaturen und seltene Aufdrucke dreistellige bis vierstellige Beträge erzielen.
  • Aufdruck-Marken der Berliner Währungsreform gelten als am stärksten gefälschte Ausgaben Deutschlands - ohne BPP-Prüfzeichen sollten Sie sie nicht kaufen.
Briefmarken der Alliierten Besetzung 1945-1949 im Album, Lupe und Pinzette

Geschichte und Postverwaltung der Westzonen

Noch während die letzten Kämpfe des Zweiten Weltkriegs tobten, richtete die US-Armee im März 1945 in Aachen eine zivile Verwaltung ein und eröffnete am 19. März das erste Postamt im befreiten Deutschland. Die dort verkauften Marken - die AM-Post - waren bereits 1944 in Washington vorproduziert worden. Wie der MICHEL Rundschau-Artikel zur Entstehung der AM-Post belegt, wurden diese Marken in drei verschiedenen Ländern gedruckt: in den USA, in England und in Deutschland (Verlag Westermann, Braunschweig).

Nach der deutschen Kapitulation teilten die vier Siegermächte das Land in Besatzungszonen auf. Während Amerikaner und Briten ihre Postverwaltungen bereits 1946 zur Bizone zusammenlegten und Gemeinschaftsausgaben herausgaben, behielt die Französische Zone postalische Eigenständigkeit und gab für ihre drei Verwaltungsgebiete eigene Serien heraus. Die Sowjetische Besatzungszone entwickelte sich parallel als eigenes Sammelgebiet, das Sie unter SBZ-Briefmarken finden.

Die entscheidende Zäsur war die Währungsreform am 21. Juni 1948: Mit der Einführung der Deutschen Mark in den Westzonen durften alte Reichsmark-Marken nur noch drei Tage lang aufgebraucht werden - zu einem Zehntel ihres Nennwerts. Diese Zehnfachfrankaturen aus exakt diesen drei Tagen sind heute begehrte philatelistische Belege. Die direkte Fortsetzung der Westzonengeschichte finden Sie bei den BRD-Briefmarken und den Berlin-Ausgaben; das Saarland wurde unter Saar-Briefmarken separat behandelt.

Typische Ausgaben und Markenbilder

Das Sammelgebiet gliedert sich in vier klar trennbare Ausgabe-Phasen, die jeweils ganz unterschiedliche Sammelschwerpunkte für Käufer bieten.

AM-Post 1945: drei Druckländer, ein Motiv

Die erste Ausgabe nach dem Krieg bestand aus 35 Katalognummern (Werte von 1 bis 100 Pfennig) mit dem Motiv eines großen "M" in einem Ornament-Rahmen. Was sie philatelistisch interessant macht: Ein und dieselbe Wertstufe kann in drei völlig verschiedenen Druckverfahren und auf unterschiedlichen Papiersorten vorliegen. Der Wikipedia-Artikel zur AM-Ausgabe bestätigt die Katalogisierung mit 9 Werten aus US-Druck, 10 bis 15 aus London und 16 bis 35 aus Deutschland. Gültig blieben die AM-Post-Marken bis zum 17. Januar 1946, dann wurden sie durch die Kontrollratsausgabe abgelöst.

Gemeinschaftsausgaben des Kontrollrats 1946-1948

Ab Februar 1946 wurden die sogenannten Ziffernserien sowie die Arbeiterserien (Sämann, Arbeiter, Taube) ausgegeben, die theoretisch in allen vier Zonen galten. Die DPS-Shop-Beschreibung der Gemeinschaftsausgaben listet die Ziffern-Serie (MiNr. 911-937) und die Arbeiterserie als Kern dieser Ausgaben. Der entscheidende Hinweis für Sammler: Massenauflagen drücken den Wert der meisten Grundausgaben auf Cent-Beträge, während Plattenfehler, seltene Wasserzeichen und vor allem Aufdruckvarianten starke Preisunterschiede erzeugen.

Französische Zone: Lokalausgaben 1945-1949

Ab Dezember 1945 gab die französische Verwaltung eine allgemeine Wappenserie heraus. Ab 1947 folgten regionalspezifische Ausgaben für die drei Verwaltungsgebiete Baden, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern - mit Persönlichkeiten und Ansichten der jeweiligen Regionen. Wie Wikipedia zur Französischen Zone dokumentiert, entstanden dadurch vier getrennte Serien, die zusammen ein eigenständiges Spezialgebiet für sich bilden.

Dauerserie Bauten: Bizone ab 1948

Die erste große Freimarkenserie in D-Mark-Währung zeigte berühmte Bauwerke wie das Holstentor in Lübeck, den Frankfurter Römer und den Kölner Dom. Die DPS-Shop-Beschreibung der Bautenserie nennt sie als dritte Freimarkenserie der Bizone. Für Spezialisten ist sie das komplexeste Teilgebiet der Epoche: extreme Zähnungsunterschiede zwischen eng und weit gezähnten Ausgaben, ungezähnte Ränder und zahllose Plattenfehler machen die Bestimmung anspruchsvoll - und die seltenen Varianten wertvoll.

Schnellfakten

Die wichtigsten Eckdaten des Sammelgebiets auf einen Blick - Katalog-Referenz ist der Michel-Spezial Deutschland Band 2.

Schnellfakten: Alliierte Besetzung 1945-1949
Postverwaltung / StaatAlliierte Militärregierung, später Bizone und Französische Zone
Erstes Ausgabejahr1945 (AM-Post, Michel-Nr. 1)
Letztes Ausgabejahr1949 (Übergang in BRD / West-Berlin)
UmfangCa. 300 Hauptnummern, zuzüglich Hunderte Farb- und Zähnungsvarianten
Bekannteste AusgabeBautenserie der Bizone (1948)
Typischer Einstiegspreis1-5 EUR (gestempelte Standardwerte AM-Post oder Bautenserie)
Katalog-ReferenzMichel-Katalog Deutschland-Spezial, Band 2
Häufige SpezialgebieteAM-Post Druckunterschiede, Bautenserie-Plattenfehler, Lokalausgaben Französische Zone, Zehnfachfrankaturen (Juni 1948)

Raritäten und Top-Stücke

Das Gebiet hat keine Marken mit Millionen-Zuschlägen - dafür aber eine große Zahl an Spezialstücken, die im hohen dreistelligen bis vierstelligen Euro-Bereich liegen und ausgesprochen schwer in echter Qualität zu finden sind.

Raritäten der Alliierten Besetzung: bekannte Spitzenstücke
AusgabeJahrBesonderheitDokumentierter ZuschlagQuelle
Bandaufdruck "Netz" (Berlin)1948Satz komplett inkl. "heller 60" mit doppeltem, kopfstehendem AufdruckStartpreis 300 EUR, oft deutlich teurer zugeschlagen (2025)MICHEL Rundschau, Bandaufdruck-Fälschungen
AM-Post seltene Zähnungsvarianten1945Linien- vs. Kammzähnung, amerikanische vs. britische Plattendrucke; Spitzenwerte mit BPP-BefundHoher dreistelliger bis vierstelliger EUR-Bereich je nach Variante (Händler 2024)MICHEL Rundschau, 75 Jahre AM-Post
Zehnfachfrankaturen auf Brief1948Belege aus der 3-Tage-Periode nach der Währungsreform im Juni 1948100-300 EUR je nach Belegart; höher bei großen EinheitenDPS-Shop, Alliierte Besetzung
Bautenserie ungezähnte Ränder1948Zähnungsabweichungen als begehrte Abarten (z. B. 2 Pf links ungezähnt, Katalogwert 150 EUR+)Angebot ab 95 EURMA-Shops, Bautenserie Zähnungsabweichung

Bei ernsthaftem Interesse an diesem Gebiet sollten Sie wissen: Spezialsammlungen zu Berliner Währungsreform-Aufdrucken erreichen bei Auktionen regelmäßig Ausrufe im hohen vierstelligen Bereich. Solche Stücke tauchen selten über Händler auf - und beim Kauf sollten Sie die Echtheit immer vorher prüfen lassen.

Laufende Auktionen ansehen

Erkennungsmerkmale und Zustand

Die Alliierte Besetzung ist ein Gebiet, in dem Zähnung, Papier und Druckverfahren den Unterschied zwischen einem Allerwelts-Stück und einem wertvollen Spezialexemplar ausmachen. Ich kann aus der Beratung berichten, dass viele Sammler diese Feinheiten unterschätzen, bis sie das erste Mal einen unerwarteten Befund beim Prüfer erleben.

Zähnung und Schnitt

Zähnungen sind bei der Alliierten Besetzung preiskritisch wie kaum sonst. Die AM-Post-Drucke unterscheiden sich maßgeblich in Linien- und Kammzähnungen zwischen amerikanischen Plattendrucken und britischen Ausgaben. Bei der Bautenserie der Bizone unterscheidet der Michel-Katalog detailliert zwischen enger und weiter Zähnung; ungezähnte Ränder sind als Abarten begehrt. Ein Zähnungsschlüssel gehört bei diesem Gebiet zur Grundausstattung.

Wasserzeichen und Papier

Papiermangel nach dem Krieg führte zu unterschiedlichsten Papiersorten - von grauem, holzhaltigem Notpapier bis zu glattem weißem Papier. Die Kontrollratsausgaben existieren mit verschiedenen Wasserzeichen (z. B. Wz. 6X und Wz. 6Y), die starke Preisunterschiede erzeugen. Wenn Sie die Wasserzeichen nicht sicher bestimmen können, kaufen Sie im Zweifel falsch.

Druckverfahren und Nuancen

Die Herkunft der AM-Post lässt sich oft am Druck erkennen: Der US-Druck wirkt durch den Rotationstiefdruck sehr sauber, während britische und besonders die deutschen Bogendrucke (Verlag Westermann, Braunschweig) unruhiger ausfallen und teils extreme Farbnuancen aufweisen. Diese Druckmerkmale als Herkunftsbelege zu lesen, erfordert Übung - aber es ist lernbar.

Überdrucke Band und Netz

Nach der Währungsreform in Berlin wurden Kontrollratsmarken provisorisch mit einem schwarzen oder roten Band- bzw. Netzmuster überdruckt (MiNr. 1-34 Berlin), um Währungsschmuggel aus dem Osten zu verhindern. Der MICHEL Rundschau-Artikel zu Bandaufdruck-Fälschungen (im Raritäten-Abschnitt verlinkt) beschreibt ausführlich, wie echte von gefälschten Aufdrucken unterschieden werden. Diese Aufdrucke gehören zu den am stärksten gefälschten Marken Deutschlands - zeitgenössische Fälschungen auf Basis echter Massenware kursieren bis heute.

Für die Ausgaben der Alliierten Besetzung ist ein BPP-Prüfer (Bund Philatelistischer Prüfer) unverzichtbar - besonders für Währungsreform-Aufdrucke, seltene AM-Post-Zähnungen ab ca. 50 EUR Katalogwert und gestempelte Zehnfachfrankaturen. Ungeprüfte Dachbodenfunde von Bandaufdrucken entpuppen sich fast immer als wertlose Fälschungen ohne Rückgabe. Mehr zum Thema Prüfung erklärt der Eintrag Fotoattest im Glossar.

Aktuelle Marktpreise und Sammelkosten

Ein wichtiger Grundsatz, den ich bei der Beratung immer wiederhole: Der Michel-Katalogwert ist bei diesem Gebiet besonders weit vom Marktpreis entfernt. Standardausgaben wie die Kontrollrats-Ziffern realisieren laut DPS-Shop-Angaben maximal 10 bis 20 Prozent des Katalogwerts. Wenn Sie eine solide Bewertung suchen, finden Sie unter Briefmarken Wert ermitteln eine praxisnahe Einordnung.

Marktpreise prüfen

Aktuelle Marktpreise: Alliierte Besetzung (Stand: April 2026)
Stück / SerieErhaltungPreisspanne EURBeleg-ArtQuelle
AM-Post Grundwertegestempelt1-5 EURHändlerBriefmarken-Versand-Welt
Allgemeine Ausgabe Französische Zone (MiNr. 1-13)postfrisch3-8 EURHändlerHaus der Briefmarke
Bautenserie Bizone 1948 (Standard, weit gezähnt)postfrisch20-60 EURHändlerDPS-Shop Bizone
Französische Zone Lokalausgaben Baden, Württemberg (als Satz)gestempelt30-120 EURHändler / AuktionHaus der Briefmarke
Zehnfachfrankatur Beleg (Währungsreform 1948)auf Brief80-300 EURAuktionDPS-Shop, Alliierte Besetzung

Eine einfache Ländersammlung der Hauptnummern ohne teure Zähnungsvarianten lässt sich für Bizone und Französische Zone für 200 bis 500 Euro nahezu komplettieren. Spezialsammlungen dagegen - etwa nur AM-Post mit allen Plattenfehlern oder nur Bandaufdrucke in allen Varianten - können mehrere tausend Euro kosten.

Meine Empfehlung für den Einstieg: Keine stumpfe General-Sammlung anstreben, sondern früh eine klare Linie wählen. Entweder postgeschichtlich (Belege, Zensurpost, Zehnfachfrankaturen) oder drucktechnisch (Plattenfehler Bautenserie, Zähnungen AM-Post). Postfrische und bedarfsgestempelte Erhaltungen sind bei diesem Gebiet gleichermaßen bei Sammlern beliebt, wobei sauber gestempelte Stücke oft schwerer zu finden sind als postfrische.

Fazit: Wo kauft man Briefmarken der Alliierten Besetzung?

Für Standard-Sätze der Bautenserie oder der AM-Post-Grundwerte sind Fachhändler und Online-Marktplätze der einfachste Weg. Bei Catawiki werden unter der Rubrik Deutschland regelmäßig hochkarätige Spezialsammlungen und geprüfte Belege gehandelt - das Preisniveau ist dort für mittlere Lots oft realistischer als statische Michel-Werte.

Für schwierige Aufdruck-Marken oder extreme Zähnungsvarianten sollten Sie spezialisierte Auktionshäuser aufsuchen: Auction Galleries Hamburg legt regelmäßig starke Nachkriegs-Kataloge auf, und auch beim Auktionshaus Heinrich Köhler tauchen hochwertige Alliierte-Besetzung-Lose auf.

Jetzt Sammlung erweitern

Eine geerbte Sammlung mit Alliierte-Besetzung-Marken ist dabei oft weniger wert als erwartet - besonders bei Kontrollratsausgaben, die in enormen Mengen gedruckt wurden. Eine sachkundige Einschätzung gibt schnell Klarheit, mehr dazu unter Briefmarken schätzen lassen.

Fragen und Antworten

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Briefmarken der Alliierten Besetzung 1945-1949.

Was sind AM-Post-Briefmarken?

AM-Post steht für "Allied Military Post" - die ersten Briefmarken für die Zivilpost nach dem Zweiten Weltkrieg, ausgegeben ab März 1945. Sie wurden von den Amerikanern und Briten eingesetzt und in drei verschiedenen Ländern gedruckt, was heute die Druckunterscheidung zum Sammlerschwerpunkt macht. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt "Typische Ausgaben und Markenbilder".

Warum hat die Französische Zone eigene Briefmarken?

Während Amerikaner und Briten ihre Zonen zur Bizone zusammenlegten, behielten die Franzosen ihre postalische Eigenständigkeit länger bei. Sie gaben für Baden, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern stark regional geprägte Dauerserien heraus. Details finden Sie im Bereich "Typische Ausgaben und Markenbilder".

Sind Kontrollratsausgaben mit Ziffern-Motiv wertvoll?

Die Grundausgaben von 1946 und 1947 wurden in gigantischen Auflagen gedruckt und sind meist nur Cent-Beträge wert. Wertvoll werden sie erst durch Plattenfehler, extrem seltene Wasserzeichen oder als Grundlage für Währungsreform-Aufdrucke - dann können Preisunterschiede im Faktor 100 entstehen. Schauen Sie dazu in den Abschnitt "Erkennungsmerkmale und Zustand".

Was ist eine Zehnfachfrankatur?

Nach der Währungsreform am 21. Juni 1948 durften alte Reichsmark-Marken noch drei Tage lang verwendet werden - aber nur zu einem Zehntel ihres Nennwerts. Eine 100-Pf-Marke zählte also nur noch als 10 Pf. Briefe aus genau diesen drei Tagen sind heute begehrte und preislich spannende Sammlerstücke, erreichbar zwischen 80 und 300 Euro. Alle Details unter "Raritäten und Top-Stücke".

Wo kaufe ich am besten Bizone- und Französische-Zone-Marken?

Standardsätze gibt es günstig bei Fachhändlern. Bei teuren Aufdruck-Marken (Band / Netz) oder extremen Zähnungsvarianten empfiehlt sich ausschließlich der Kauf über spezialisierte Auktionshäuser oder Marktplätze, sofern ein geprüftes BPP-Fotoattest beiliegt. Mehr im Abschnitt "Fazit: Wo kaufen".

Wie erkenne ich gefälschte Berliner Bandaufdrucke?

Gefälschte Bandaufdrucke werden auf echter Massenware aufgebracht und sehen für Laien überzeugend aus. Ein BPP-Prüfer erkennt Fälschungen zuverlässig über Druckbild, Aufdruck-Konsistenz und Papierstruktur - mein Rat lautet daher: jedes ungeprüfte Stück als falsch behandeln, denn der Schaden beim falschen Kauf übersteigt die Prüfkosten bei weitem. Dazu mehr im Bereich "Erkennungsmerkmale und Zustand".

Wie hoch ist der Gesamtwert einer kompletten Sammlung?

Eine einfache Ländersammlung ohne teure Zähnungsvarianten lässt sich für Bizone und Französische Zone zwischen 200 und 500 Euro aufbauen. Spezialsammlungen mit Plattenfehlern, Druckvarianten und geprüften Belegen kosten ein Vielfaches. Alle Details lesen Sie unter "Aktuelle Marktpreise und Sammelkosten".

Weitere Sammelgebiete der deutschen Nachkriegszeit

Die Alliierte Besetzung ist der direkte Vorläufer gleich mehrerer verwandter Sammelgebiete. Die unmittelbare Nachfolge trat die Bundesrepublik Deutschland ab 1949 an, während West-Berlin als verwandtes eigenständiges Sammelgebiet unter Berlin-Briefmarken behandelt wird.

Die Sowjetische Besatzungszone finden Sie unter SBZ-Briefmarken; einen Überblick bietet die Sammeln-Übersicht. Den Michel-Katalog im Glossar empfehle ich für die Katalog-Bewertung: Michel-Katalog.

Klaus Weber
Klaus Weber

Mit den DDR-Marken aus dem Album meines Großvaters bin ich als Kind zum ersten Mal mit Briefmarken in Berührung gekommen. Über die Jahrzehnte habe ich gesehen, wie Erben und Sammler oft an Hype und Halbwissen scheitern. Daher freue ich mich, meine Erfahrung als langjähriger Sammler bei briefmarkenmesse-essen.de einbringen zu dürfen.