Nassklebende Briefmarken sind die klassische Form des Postwertzeichens - eine trockene Gummierung auf der Rückseite, die zum Verkleben mit Wasser angefeuchtet werden muss. So war es bei der Penny Black 1840, so funktionieren die meisten Marken in alten Alben, und so produziert die Deutsche Post noch heute 200er-Rollen für Geschäftskunden und Sammler.
Ich erkläre Ihnen hier, wie nassklebende Briefmarken in Technik und Geschichte funktionieren, woran Sie sie erkennen, was Gummi arabicum und Dextrin damit zu tun haben - und warum klassische Sammler diesen Klebetyp bis heute bevorzugen.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- Nassklebende Briefmarken tragen eine trockene Gummierung auf der Rückseite, die durch Wasser aktiviert werden muss - im Gegensatz zur sofort haftenden selbstklebenden Variante.
- Das Prinzip stammt aus dem Jahr 1840 und war in Deutschland bis zur Jahrtausendwende die Regelform - heute produziert die Deutsche Post beide Klebetypen parallel.
- Für Sammler bietet nassklebend klare Vorteile: Wasserbad-Ablösung, echte Perforation und dokumentiertes Alterungsverhalten über 150 Jahre machen diese Marken archivfähig.
Nassklebende Marken begegnen Ihnen als Sammler vor allem in alten Alben, bei Bogenware mit Bogenrand und bei Rollenmarken. Das Verständnis der Unterschiede zwischen beiden Klebetypen hilft Ihnen bei der sicheren Bestimmung im Nachlass und beim Kauf am Markt.
Nassklebend ist kein Nischen-Begriff - es ist die ursprüngliche Form aller Briefmarken, und wer Sammlungen prüft oder kauft, trifft sie in jedem klassischen Album an.

Der Begriff selbst klingt technisch, beschreibt aber nur einen einfachen Sachverhalt: Kleber trocken auf der Rückseite, Wasser zum Aktivieren, fertig - ein Prinzip ohne technische Hürde für jeden Sammler.
Was sind nassklebende Briefmarken?
Nassklebend beschreibt die klassische Briefmarken-Bauform mit einer trockenen Gummierung auf der Rückseite - der Begriff selbst kam erst in Gebrauch, als selbstklebende Varianten eine Abgrenzung nötig machten.
Definition und Funktionsprinzip
Ein nassklebendes Postwertzeichen trägt auf der Rückseite eine trockene Klebstoffschicht, die durch Wasser reaktiviert wird. Der Kleber quillt auf, wird klebrig, bindet nach dem Trocknen das Markenpapier dauerhaft mit dem Briefpapier. Laut Wikipedia-Artikel zur Briefmarke ist die nassklebende Gummierung die ursprüngliche Form aller Postwertzeichen seit 1840.
Postalisch ist der Klebetyp irrelevant - beide Formen haben denselben Portowert. Sammlerisch unterscheiden sich nassklebend und selbstklebend dagegen in mehreren zentralen Punkten, die Zähnung, Einheiten und Ablösbarkeit betreffen.
Nassklebend vs. selbstklebend - der Grundunterschied
Nassklebend bedeutet: Gummierung mit Wasser aktivieren, Marke auf den Brief drücken, fertig. Selbstklebend bedeutet: Trägerpapier abziehen, direkt aufkleben. Beide sind im Sinne des Postrechts postalisch gleichwertige Postwertzeichen mit identischem Portowert.
Für eine ausführliche Behandlung der selbstklebenden Variante - mit Geschichte, Technik und Sammler-Diskussion - lesen Sie den Glossar-Eintrag zu selbstklebenden Briefmarken, der alle Gegensätze direkt gegenüberstellt.
Geschichte - Standard seit 1840
Die Geschichte der nassklebenden Briefmarke ist im Kern die Geschichte der Briefmarke selbst - sie reicht von der britischen Penny Black bis in die heutige Dauerserien-Produktion der Deutschen Post.
Penny Black 1840 - die erste Briefmarke war nassklebend
Die Penny Black, am 1. Mai 1840 in Großbritannien erschienen und ab 6. Mai 1840 gültig, war bereits mit einer wasserlöslichen Gummierung ausgestattet. Das Prinzip "Anfeuchten, Aufkleben, Brief frankieren" war von Anfang an der Standard und wurde von Postverwaltungen weltweit übernommen. Die Idee war denkbar einfach und funktionierte so gut, dass sie 180 Jahre kaum verändert blieb.
Dominierender Kleberstoff bis ins 20. Jahrhundert
Gummi arabicum aus afrikanischem Akazien-Saft war über Jahrzehnte der Standard-Kleber weltweit. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts stellten viele Postverwaltungen auf Dextrin um - günstiger, aber mit leichten Nachteilen bei hoher Luftfeuchtigkeit. Bei vielen Nachkriegs-Ausgaben der Bundespost und der DDR-Post war Dextrin der günstigere Ersatz-Kleber.
In Deutschland bis zur Jahrtausendwende die Hauptform
Die Deutsche Bundespost und später die Deutsche Post gaben bis Ende der 1990er Jahre nahezu ausschließlich nassklebende Marken aus. Um die Jahrtausendwende kamen selbstklebende Varianten auf den Markt und übernahmen schrittweise den Filial-Massenmarkt. Nassklebend blieb für Rollenware, Geschäftskunden und Sammler-Ausgaben fest verankert - dieser Status hat sich bis heute nicht verändert.
Technik - Gummi arabicum und Dextrin
Der Kleber einer nassklebenden Briefmarke ist ein Stück Chemie-Geschichte - einfach in der Handhabung, aber mit unterschiedlicher Zusammensetzung je nach Entstehungszeit und Herkunftsland.
Gummi arabicum - klassische Gummierung aus Akazien-Satz
Gummi arabicum wird aus dem Harz verschiedener Akazien-Arten gewonnen, vor allem aus dem Sudan und Westafrika, wie der Wikipedia-Artikel zu Gummi arabicum belegt. Chemisch ist es ein wasserlöslicher Polysaccharid-Komplex. Eigenschaften: geschmacksneutral, sehr lagerstabil, nach dem Aktivieren klebfest. Historisch der Standard für britische, deutsche, französische und US-amerikanische Briefmarken - und nach meiner Einschätzung das langzeitstabilste Briefmarken-Bindemittel, das wir kennen.
Dextrin-Gummierung - stärkebasierter Ersatz
Dextrin entsteht durch Hitzebehandlung von Stärke - meist Kartoffel- oder Maisstärke. Günstiger als Gummi arabicum, aber weicher und empfindlicher gegen hohe Luftfeuchtigkeit: Im feuchten Lager können Marken aneinanderkleben. Bei vielen Bundespost-Ausgaben der 1950er bis 1980er Jahre war Dextrin der eingesetzte Kleber.
Aktivierung durch Wasser
Beide Gummi-Typen benötigen einen dünnen Wasserfilm zur Aktivierung. Der Kleber quillt auf, wird klebrig und bindet nach dem Trocknen das Markenpapier mit dem Briefpapier. Zu viel Wasser schwemmt den Kleber ab, zu wenig führt zu Ablösungen. Die Dosierung ist das einzige Handwerkliche beim Anfeuchten - wer einmal weiß, wie viel ausreicht, hat keine Probleme mehr.
Erkennungsmerkmale - so erkennen Sie eine nassklebende Marke
Für Sammler und Briefmarken-Käufer gibt es mehrere verlässliche Merkmale, um nassklebende Marken sicher zu identifizieren - selbst wenn die Rückseite nicht vollständig einsehbar ist.
Gummierung sichtbar und körnig
Die Rückseite zeigt eine matte, oft leicht gelbliche oder bräunliche Gummi-Schicht. Bei seitlichem Lichteinfall wirkt die Oberfläche körnig oder leicht glänzend - je nach Kleber-Typ und Herstellungs-Charge. Moderne Rollenmarken haben eine glattere Gummierung als ältere Bogenausgaben, aber die charakteristische Mattheit bleibt erhalten.
Echte Zähnung statt Stanzung
Nassklebende Marken werden perforiert - die Zähne entstehen durch das Trennen an einer Lochreihe. Die Folge: Die Zähne sind unterschiedlich lang, mit kleinen Faserresten an den Spitzen. Selbstklebende Marken sind dagegen gestanzt und haben glatte, gleichmäßige Ränder. Dieser Unterschied ist laut dem Philaseiten-Forumsthread zur Klebetyp-Unterscheidung (Nutzer "Henry" und "doktorstamp", 2009) ein verlässliches Erkennungsmerkmal im Sammler-Alltag.
Den Begriff Zähnung und wie er sich auf den Zustand und damit den Wert einer Marke auswirkt, erklärt der Glossar-Eintrag zur Gummierung - ein direkt angrenzender Fachbegriff für Einsteiger wie Fortgeschrittene.
Zusammenhängende Einheiten nur bei nassklebend
Paare, Viererblocks, Bogenrand-Stücke und Plattenfehler finden sich in aller Regel nur bei nassklebenden Marken - selbstklebende Marken werden einzeln auf Trägerpapier ausgegeben. Diesen Hinweis liefert der Sammler "alemannia" im selben Philaseiten-Thread von 2017: Einheiten sind ein eindeutiger Beweis für nassklebend.
Vorteile für Sammler - warum nassklebend im Album dominiert
Für die klassische Sammlung ist die nassklebende Marke die erste Wahl - aus technischen, praktischen und historischen Gründen, die über 150 Jahre Philatelie-Erfahrung bestätigt haben.
Wasserbad-Ablösung - die Standard-Methode seit 1840
Nassklebende Marken lassen sich in lauwarmem Wasser bei etwa 30-40 °C in wenigen Minuten ohne Rückstände vom Beleg lösen. Keine Lösungsmittel, keine Temperatur-Experimente - auflegen, warten, abnehmen, trocknen. In meinem Album liegen überwiegend nassklebende Marken - ich weiß einfach, wie sich diese Marken in 30 oder 50 Jahren verhalten, weil ich noch Ausgaben aus den 1950ern in der Hand halten kann, die sauber geblieben sind. Dieses dokumentierte Langzeitverhalten überzeugt mich mehr als jede theoretische Argumentation.
Archivfähigkeit und Alterungsverhalten
Gummi-arabicum-Kleber ist seit über 150 Jahren im Sammler-Alltag bekannt. Marken der frühen Deutschen Reichsausgaben ab 1872 sind in guten Sammlungen bis heute mit originaler Gummierung erhalten. Das gibt dem Sammler eine belastbare Prognose: Nassklebend hält - sofern die Lagerung stimmt. Bei modernen Acrylat-Haftklebern selbstklebender Marken ist das Langzeitverhalten noch nicht ausreichend erforscht.
Randstücke und Einheiten für den Spezial-Sammler
Nur nassklebende Ausgaben kommen in Bogenform mit Bogenrand, Druckdaten und Plattenfehler-Varianten in den Markt. Für Motiv-Sammler spielt das eine untergeordnete Rolle, für Klassik-Sammler und Postgeschichts-Sammler ist es der entscheidende Grund, bei nassklebend zu bleiben. Auf Briefmarken-Messen fällt mir regelmäßig auf, dass Spezial-Sammler gezielt nach nassklebenden Bogen-Ausgaben suchen, weil nur hier Bogenrand-Besonderheiten existieren. Welchen Einfluss solche Einheiten auf den Marktwert haben, erläutert der Abschnitt zum Wert der Sammlung.
Auch der Falz - die klassische Methode, Marken im Album zu befestigen - ist ein Begriff, der ausschließlich im Kontext nassklebender Marken eine Rolle spielt. Was ein Falz ist und warum er den Sammlerwert mindert, erklärt der entsprechende Glossar-Eintrag - für Einsteiger ein wichtiger Begriff beim Kauf älterer Sammlungen.

Die Kombination aus Gummierung, Zähnung und möglichen Einheiten macht nassklebende Marken für den Sammler zu einem gut dokumentierbaren Sammelobjekt mit klaren Bestimmungsmerkmalen.
Nachteile für den Verbraucher - Anfeuchten als Zusatz-Schritt
Der einzige echte Nachteil nassklebender Marken liegt im Alltag-Versand - die Gummierung muss aktiviert werden, was einen Schritt mehr erfordert als das Abziehen einer selbstklebenden Marke vom Trägerpapier.
Hygienisch richtig anfeuchten
Das Anfeuchten mit der Zunge gilt heute wegen hygienischer Bedenken und ungleichmäßiger Benetzung als unvorteilhaft, wie der Bürobedarf-Händler Printus beim Verkauf von Rollenmarken ausdrücklich empfiehlt: Ein feuchter Schwamm, ein feuchter Lappen oder ein Briefmarken-Anfeuchte-Röllchen sind die richtige Wahl beim Anfeuchten. Beim Frankieren eines Einschreibens greife ich aus Gewohnheit zur nassklebenden Marke - ein Schwämmchen liegt neben dem Briefmarkenfach, das ist bei mir zum Ritual geworden.
Häufige Fehler beim Aufkleben
Zu wenig Wasser führt dazu, dass die Marke nicht richtig klebt und sich unterwegs löst. Zu viel Wasser spült den Kleber ab - die Marke haftet gar nicht mehr oder das Briefpapier wellt sich unschön. Alte Marken mit trocken gewordener Gummierung verlieren durch ein erneutes Anfeuchten und Aufkleben ihren postfrischen Originalzustand dauerhaft.
Nassklebend vs. selbstklebend - die wichtigsten Unterschiede
Beide Klebetypen werden parallel produziert und haben denselben Portowert - für den Versender fast austauschbar, für den Sammler mit deutlich unterschiedlichen Eigenschaften, die bei Beurteilung und Preis eine Rolle spielen.
| Merkmal | Nassklebend | Selbstklebend |
|---|---|---|
| Kleber-Aktivierung | Mit Wasser anfeuchten | Bereits klebebereit |
| Kleberstoff | Gummi arabicum oder Dextrin | Acrylat-Haftkleber |
| Trennung vom Bogen | Perforation, aus dem Bogen reißen | Vom Trägerpapier abziehen |
| Rand-Optik | Echte Zähnung, Zähne ungleich lang | Stanzung, meist Wellenschnitt, glatt |
| Einheiten/Randstücke | Paare, Blocks, Bogenrand möglich | Einzeln auf Trägerpapier, keine Einheiten |
| Ablösen vom Beleg | Wasserbad 30-40 °C, Standard-Technik | Teils schwierig, je nach Land nicht möglich |
| Kleber-Langzeitverhalten | Über 150 Jahre dokumentiert | Unter 30 Jahre Erfahrung |
Die ausführliche Behandlung selbstklebender Marken - mit Geschichte, Technik und Sammler-Diskussion - finden Sie im Glossar-Eintrag zu selbstklebenden Briefmarken, dem direkten Gegenstück zu diesem Eintrag.
Aktuelle Situation - nassklebende Marken heute
Wer heute nassklebende Briefmarken kaufen möchte, findet sie nach wie vor - muss sie aber gezielt im Fachhandel suchen, denn im Filialverkauf dominieren die selbstklebenden Varianten seit Jahren.
Weiterhin in allen Portostufen verfügbar
Die Deutsche Post produziert nassklebende Marken parallel zu den selbstklebenden in allen gängigen Portostufen, vertrieben primär als 200er-Rollen. Zur aktuellen nassklebenden Dauerserie "Welt der Briefe" gehören Werte für Standard-, Kompakt- und Großbrief. Quelle: Online-Shop der Deutschen Post. Das zeigt: Nassklebend ist eine Nische, aber keine Auslaufform.
Zielgruppen heute - Geschäftskunden, Sammler, Automaten
Nassklebend bleibt das Format für Geschäftskunden mit hohem Porto-Durchlauf (Rollenware in der Frankiermaschine), für Sammler, die Bogenware mit Bogenrand wollen, und für Briefmarken-Automaten. Im Einzel-Verkauf am Filialschalter wird dagegen standardmäßig die selbstklebende Variante ausgegeben - wer nassklebende Bogenware sucht, muss gezielt beim Philatelie-Händler oder im Post-Onlineshop bestellen.
Historische Marken mit originaler Gummierung
Nassklebende Marken aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert mit intakter originaler Gummierung werden von klassischen Sammlern besonders geschätzt. Postfrische Erhaltung mit unberührter Gummi-Schicht ist ein zentraler Wert-Faktor - neben der Michel-Nummer und dem Erhaltungsgrad. In der Beratung sehe ich regelmäßig alte Alben aus den 1950er und 1960er Jahren, bei denen die nassklebenden postfrischen Marken auf der Rückseite völlig intakt geblieben sind - ein Beweis dafür, wie gut Gummi arabicum bei trockener Lagerung altert.
Fazit - nassklebende Briefmarken im philatelistischen Alltag
Nassklebend ist die klassische Form der Briefmarke, seit 1840 der Standard und für Sammler bis heute die erste Wahl. Im Filialverkauf ist selbstklebend längst dominant, aber nassklebende Marken werden von der Deutschen Post weiterhin in allen Portostufen produziert. Wer sammelt, sollte die Unterschiede kennen - sie beeinflussen Zähnung, Einheiten, Ablösbarkeit und Langzeit-Eignung. Für den Versender ist der Klebetyp kaum relevant für den Alltag; für den Sammler kann er über Wert und Archivfähigkeit entscheiden.
Fragen und Antworten
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um nassklebende Briefmarken - von der Definition bis zum praktischen Sammler-Hinweis.
Was sind nassklebende Briefmarken genau?
Nassklebende Briefmarken sind Postwertzeichen mit einer trockenen Gummierung auf der Rückseite, die durch Wasser aktiviert werden muss, bevor die Marke haftet. Sie sind der klassische Briefmarken-Typ seit 1840 und das Grundprinzip fast aller historischen Marken. Mehr dazu im Abschnitt „Was sind nassklebende Briefmarken?".
Gibt es heute noch nassklebende Briefmarken in Deutschland?
Ja, die Deutsche Post produziert nassklebende Marken weiterhin in allen Portostufen - vor allem als 200er-Rollen für Geschäftskunden und Sammler. Im Filialverkauf sind aber selbstklebende Varianten der Standard. Alle Details stehen im Abschnitt „Aktuelle Situation - nassklebende Marken heute".
Wie erkenne ich eine nassklebende Briefmarke?
An der echten Perforation mit ungleich langen Zähnen und sichtbaren Faserresten, an der matten Gummi-Schicht auf der Rückseite und daran, dass sie als Paare oder Bogenrandstücke vorkommen kann. Diese drei Merkmale zusammen sind eindeutig. Schauen Sie dazu in den Bereich „Erkennungsmerkmale".
Warum bevorzugen Sammler nassklebende Briefmarken?
Wegen des dokumentierten Alterungsverhaltens von Gummi arabicum über 150 Jahre, der zuverlässigen Wasserbad-Ablösung vom Beleg und weil nur nassklebende Ausgaben in Bogenform mit Randstücken und Einheiten erscheinen. Das gibt Sammler-Sicherheit bei der Archivierung. Mehr dazu finden Sie bei „Vorteile für Sammler".
Wie feuchte ich eine nassklebende Briefmarke richtig an?
Mit einem feuchten Schwämmchen, einem feuchten Lappen oder einem Briefmarken-Anfeuchte-Röllchen - nicht mit der Zunge, aus hygienischen Gründen. Zu viel Wasser spült den Kleber ab, zu wenig führt zu mangelnder Haftung. Details im Bereich „Nachteile für den Verbraucher".
Was ist der Unterschied zu selbstklebenden Briefmarken?
Nassklebend wird mit Wasser aktiviert und hat echte Zähnung; selbstklebend ist sofort klebebereit und wird einzeln auf Trägerpapier ausgegeben. Beide sind postalisch vollwertige Postwertzeichen mit gleichem Portowert. Den vollständigen Vergleich finden Sie im Abschnitt „Nassklebend vs. selbstklebend".

Mit den DDR-Marken aus dem Album meines Großvaters bin ich als Kind zum ersten Mal mit Briefmarken in Berührung gekommen. Über die Jahrzehnte habe ich gesehen, wie Erben und Sammler oft an Hype und Halbwissen scheitern. Daher freue ich mich, meine Erfahrung als langjähriger Sammler bei briefmarkenmesse-essen.de einbringen zu dürfen.