Die Warensendung der Deutschen Post ist mit 2,70 EUR das günstigste Briefpostprodukt für den Warenversand bis 1.000 g in Deutschland. Seit Oktober 2024 gibt es nur noch eine Gewichtsklasse, und der frühere Name "Bücher- und Warensendung" (BüWa) ist Geschichte.
Was sie günstig macht, hat seinen Preis: keine Sendungsverfolgung und keine Haftung bei Verlust oder Beschädigung. Die Laufzeit liegt bei rund vier Werktagen, und ins Ausland geht gar nichts.
Ich erkläre Ihnen hier, welche Maße und Inhalte erlaubt sind, was die Warensendung von Maxibrief und Päckchen unterscheidet - und warum Sammler wertvolle Stücke besser absichern sollten. Einen Überblick aller Versandformate finden Sie im Versenden-Hub.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- Preis: 2,70 EUR bis 1.000 g, Gewichtszuschlag +0,85 EUR bis 2.000 g (Gesamtpreis 3,55 EUR)
- Maße: maximal 35,3 × 25 × 5 cm, Mindestmaße 10 × 7 cm
- Nur für Waren: keine Briefe oder Grußkarten erlaubt - Rechnungen und Lieferscheine sind zulässig
Die Warensendung eignet sich besonders für flache, leichte Güter ohne Haftungsbedarf wie Bücher, Steckkarten oder kleinere Textilien, die keine Eile haben und bei denen ein Verlust verkraftbar wäre.

Nachfolgend finden Sie alle Produktdetails, die Vergleichstabelle mit Alternativen sowie die häufigsten Fragen von Privatversendern und Sammlern.
Was ist die Warensendung?
Die Warensendung ist das günstigste Briefpostprodukt für Warenversand der Deutschen Post und richtet sich an Privat- und Geschäftskunden gleichermaßen. Wer gelegentlich leichte Waren verschickt, braucht keinen Vertrag und keine Mindestmenge - der Versand funktioniert direkt über den Briefkasten oder die nächste Filiale.
Von der BüWa zur Warensendung - die Umbenennung 2024
Seit dem 1. Juli 2024 lautet die offizielle Produktbezeichnung nur noch "Warensendung". Der frühere Name "Bücher- und Warensendung" (BüWa) entfiel. Inhaltlich änderte sich dabei nichts Grundsätzliches: Bücher dürfen weiterhin per Warensendung verschickt werden. Als historischen Vorläufer können Sie im Artikel zur Büchersendung nachlesen, wie das Produkt ursprünglich aufgestellt war.
Am 1. Oktober 2024 folgte eine weitere Anpassung: Die zwei Gewichtsklassen wurden zusammengelegt - eine Klasse bis 500 g und eine bis 1.000 g wurden zu einem einzigen Basisprodukt. Seitdem gilt für alles bis 1 kg ein einheitlicher Preis von 2,70 EUR.
Wer darf die Warensendung nutzen?
Das Angebot steht allen Privat- und Geschäftskunden offen. Es gibt keine Mindestmengen, keinen Rahmenvertrag und keine Anmeldung. Sie können die Frankierung entweder online über die Internetmarke der Deutschen Post erwerben oder klassisch an einem Schalter in der Filiale.
Warensendung Maße und Gewicht
Wer die Warensendung nutzen möchte, muss die Maßvorgaben einhalten. Die kritischste Grenze ist die Höhe: maximal 5 cm. Das ist die häufigste Stolperfalle, weil viele Umschläge und Polsterbriefe bei etwas mehr Inhalt schnell auf 5,5 oder 6 cm kommen.
| Produkt | Mindestmaße (L × B) | Höchstmaße (L × B × H) | Max. Gewicht | Porto |
|---|---|---|---|---|
| Warensendung | 10 × 7 cm | 35,3 × 25 × 5 cm | 1.000 g | 2,70 EUR |
| Warensendung + Gewichtszuschlag | 10 × 7 cm | 35,3 × 25 × 5 cm | 2.000 g | 3,55 EUR |
Alle Maß- und Preisangaben stammen von der Produktseite der Deutschen Post (Stand April 2026).
Stolperfalle Höhe
Die 5-cm-Grenze ist in den AGB der Deutschen Post als hartes Maximum verankert. Ein typischer Anfängerfehler beim Verpacken von größeren Posten ist das Unterschätzen dieser Grenze: Bereits leichtes Wölben des Umschlags kann die Sendung über das Limit heben. Weiche Umschläge oder Polsterbriefe sollten Sie vor dem Frankieren flach zusammendrücken und messen. Wenn das Maß auch nur knapp überschritten ist, wechseln Sie lieber zum Päckchen.
Warensendung Kosten und Porto
Der Hauptvorteil der Warensendung liegt klar beim Preis. Mit 2,70 EUR günstiger als Maxibrief ist sie die preiswerteste Option für Waren bis 1 kg - solange Laufzeit und fehlendes Tracking kein Problem darstellen.
Wie funktioniert der Gewichtszuschlag?
Der Gewichtszuschlag von 0,85 EUR ist ein Zusatz zum Basisprodukt und gilt für Sendungen bis 2.000 g. Das Gesamtporto beträgt dann 3,55 EUR. Die zulässigen Maße bleiben dabei identisch - nur das Gewichtslimit steigt. Wichtig: Der Gewichtszuschlag muss zum Zeitpunkt der Frankierung gebucht werden, nicht nachträglich.
So frankieren Sie die Warensendung
Die Frankierung ist auf mehreren Wegen möglich: online über den Shop der Deutschen Post (Internetmarke), an der Filiale oder mit regulären Briefmarken aus dem eigenen Bestand. Die Deutsche Post bestätigt ausdrücklich, dass alle Frankierarten einschließlich Postwertzeichen zugelassen sind. Wer noch ungebrauchte Briefmarken besitzt, darf diese für die korrekte Frankierung einer Warensendung einsetzen. Welche Briefmarken welchem Porto entsprechen, erklärt der Artikel zum Briefporto.
Was darf in die Warensendung?
Die Produktbezeichnung "Warensendung" ist Programm: Erlaubt ist nur, was als Ware gilt oder unmittelbar zur Ware gehört. Die Post kann Sendungen stichprobenartig öffnen und prüfen, ob die Inhaltsregeln eingehalten werden - das ist kein leeres Versprechen, sondern geschieht regelmäßig.
Erlaubte Inhalte
- Waren aller Art: Bücher, Textilien, Elektronik, Ersatzteile, Kataloge, Datenträger
- Warenbegleitende Unterlagen: Rechnung, Lieferschein, Produktbeschreibung, Bedienungsanleitung, Zahlungsvordruck
- Werbematerial, das sich direkt auf die enthaltene Ware bezieht
Verbotene Inhalte
- Briefe, Grußkarten, persönliche Mitteilungen jedweder Art
- Unterlagen ohne Bezug zur beigelegten Ware
- Flüssigkeiten, Gefahrgüter (gilt wie bei allen Briefformaten)
Ein kurzer handgeschriebener Lieferschein mit Name und Preis ist zulässig, weil er die Ware begleitet. Eine persönliche Gruß-Zeile darunter ist es nicht mehr - formal gesehen. In der Praxis wird das selten kontrolliert, aber Warenpapier und Privatpost trennen ist rechtlich eindeutig die korrekte Vorgehensweise.
Kennzeichnung und Einlieferung
Ohne die korrekte Aufschrift gilt das günstige Porto nicht. Die Aufschrift "Warensendung" steht oberhalb der Empfängeradresse - handschriftlich, gestempelt oder gedruckt, Hauptsache gut lesbar.
Wie beschriften?
Die Form der Kennzeichnung ist freigestellt, die Lesbarkeit nicht. Die Aufschrift "Warensendung" muss deutlich über der Anschrift des Empfängers stehen, damit die Sortieranlage und die Mitarbeiter der Post das Format korrekt identifizieren können. Wer Etiketten für den Versand nutzt, kann die Aufschrift einfach mit in den Adressdruck aufnehmen.
Wo einliefern?
Passen Maße und Gewicht, darf die Sendung direkt in den Briefkasten der Deutschen Post. Größere oder schwerere Sendungen geben Sie an der Filiale ab. Eine Einlieferungsliste oder Abholung durch die Post ist für Privatkunden nicht vorgesehen.
Kein Tracking, keine Haftung - das Risiko kennen
Der günstige Preis hat einen konkreten Gegenwert: Wer seine Warensendung auf dem Weg verliert, bekommt kein Ersatz bei Verlust oder Beschädigung. Die Deutsche Post lehnt jede Haftung ab, und eine Sendungsverfolgung existiert nicht.
Was bedeutet kein Tracking?
Die Warensendung hat keine Trackingnummer. Wenn eine Sendung nicht ankommt, kann der Absender den Versand kaum nachweisen. Bei Käufer-Verkäufer-Streitigkeiten auf Plattformen - "Ware nie angekommen" - steht der Verkäufer ohne jeden Beleg da. Eine Reklamation bei der Post ist nicht möglich, weil kein Einlieferungsnachweis existiert.
Was Sammler beim Versand per Warensendung bedenken sollten
Ich verschicke Dubletten und gängige Bundesrepublik-Ware seit Jahren per Warensendung - das Format passt für alles, was man im Verlustfall verschmerzen kann. Das sind bei mir Massenmarken mit geringem Katalogwert, lose Steckkarten oder günstige Ersttagsbriefe aus dem Bestand.
Sobald es um geprüfte Stücke geht, um Ganzsachen aus der Inflationszeit oder um Einzelstücke mit Attest, wechsle ich zum Päckchen. Der Preis von 1,50 bis 2 EUR mehr rechtfertigt keine fehlende Nachweisbarkeit im Streitfall, wenn der Käufer den Nichterhalt behauptet. In der Beratung sehe ich regelmäßig, dass Anfänger diesen Unterschied unterschätzen - das böse Erwachen kommt erst beim ersten Streitfall. Wer Briefmarken auf Plattformen verkauft, sollte den Versandweg von Anfang an zur Kaufentscheidung machen.
Für Sendungen, bei denen Sie auf Nachweisbarkeit angewiesen sind, lesen Sie den Artikel zum Päckchen mit Sendungsverfolgung. Der Aufpreis von wenigen Euro ist bei wertvollem Inhalt gut angelegt.
Warensendung Ausland - geht das?
Die direkte Antwort zuerst: Warensendung funktioniert nur innerhalb Deutschlands. Ein grenzüberschreitender Versand über dieses Produkt ist nicht möglich, unabhängig vom Zielland.
Alternativen für den Auslandsversand
Für leichte Waren ins Ausland bietet die Deutsche Post den Großbrief International ab 3,70 EUR oder den Maxibrief International an. Für Pakete ist das DHL Päckchen International die übliche Wahl. Das 2,70 EUR gilt nur national - für Sendungen außerhalb Deutschlands gelten andere Portostufen, die Sie im Artikel zum Auslandsversand finden.
Alternativen zur Warensendung
Die Warensendung ist nicht für jede Sendung die richtige Wahl. Wer schneller liefern oder Sendungsverfolgung anbieten will, zahlt nur wenig mehr: Basis-Tracking kostet nur 20 Cent mehr - der Maxibrief (2,90 EUR) liefert in 1-2 statt 4 Werktagen.
| Produkt | Preis | Max. Gewicht | Sendungsverfolgung | Haftung | Laufzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Warensendung | 2,70 EUR | 1.000 g | Nein | Nein | 4 Werktage |
| Maxibrief | 2,90 EUR | 1.000 g | Basis-Tracking | Nein | 1-2 Werktage |
| DHL Päckchen S | 4,19 EUR | 2.000 g | Nein | Nein | 1-2 Werktage |
| DHL Päckchen M | 5,19 EUR | 2.000 g | Nein | Nein | 1-2 Werktage |
| DHL Paket (bis 2 kg) | 6,19 EUR | 2.000 g | Ja | Bis 500 EUR | 1-2 Werktage |
Quellen: Deutsche Post (Warensendung/Maxibrief) und DHL Preisübersicht national (Stand April 2026).
Wann lohnt sich der Maxibrief statt der Warensendung?
Der Maxibrief kostet 20 Cent mehr, bietet aber Basis-Tracking per Matrixcode und kommt in 1-2 statt 4 Werktagen an. Für alle Sendungen, bei denen ein Einlieferungsnachweis wichtig ist oder die Laufzeit zählt, ist der Maxibrief klar die bessere Wahl. Weitere Details zu Briefformaten und Portostufen finden Sie im Überblick zum Briefporto.
Wann ist das DHL Päckchen die richtige Wahl?
Das DHL Päckchen erlaubt eine Höhe bis 10 oder 15 cm - Päckchen S bis 10 cm, Päckchen M bis 15 cm - das ist der entscheidende Vorteil gegenüber der Warensendung mit maximal 5 cm. Wer dreidimensionale Waren, dickere Bücher oder mehrere Stücke zusammen verschickt, kommt an Päckchen und Paket kaum vorbei. Die genauen Maße und Preise finden Sie im Artikel zum Päckchen-Versand.
Fazit: Warensendung - günstig, aber mit Einschränkungen
Die Warensendung der Deutschen Post ist mit 2,70 EUR das günstigste nationale Versandformat für Waren bis 1 kg. Das Angebot ist sinnvoll für flache, leichte Güter ohne Eile und ohne besonderen Haftungsbedarf. Wer auf Sendungsverfolgung angewiesen ist, zahlt mit dem Maxibrief nur 20 Cent mehr und kommt deutlich schneller ans Ziel.
Sammler und Privatverkäufer profitieren vom günstigen Preis für Massenware und Dubletten. Bei höherwertigen Einzelstücken gilt: die 1,50 bis 2 EUR mehr für ein Päckchen sind gut investiert, wenn man im Streitfall einen Nachweis braucht. Den vollständigen Überblick aller Versandoptionen finden Sie im Versenden-Hub.
Fragen und Antworten
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Warensendung der Deutschen Post.
Was kostet eine Warensendung?
Die Warensendung kostet 2,70 EUR bis 1.000 g. Für Sendungen zwischen 1.001 g und 2.000 g fällt ein Gewichtszuschlag von 0,85 EUR an, der Gesamtpreis beträgt dann 3,55 EUR. Alle Details finden Sie im Abschnitt "Warensendung Kosten und Porto".
Welche Maße hat die Warensendung?
Die Warensendung darf maximal 35,3 × 25 × 5 cm groß sein, die Mindestgröße liegt bei 10 × 7 cm. Entscheidend ist vor allem die Höhengrenze von 5 cm - wer diese überschreitet, muss auf ein anderes Format wechseln. Details finden Sie unter "Warensendung Maße und Gewicht".
Was darf man in eine Warensendung legen?
Erlaubt sind Waren und warenbegleitende Dokumente wie Rechnung und Lieferschein. Persönliche Briefe oder Grußkarten sind verboten - die Post kann Sendungen stichprobenartig öffnen und prüfen. Alle Details im Abschnitt "Was darf in die Warensendung".
Kann man eine Warensendung ins Ausland schicken?
Nein. Die Warensendung ist ausschließlich für den Versand innerhalb Deutschlands verfügbar. Für den Auslandsversand stehen Großbrief International und DHL Päckchen International zur Verfügung - mehr dazu im Bereich "Warensendung Ausland".
Gibt es eine Sendungsverfolgung bei der Warensendung?
Nein. Die Warensendung hat keine Trackingnummer und keine Sendungsverfolgung. Wer einen Zustellnachweis benötigt, sollte zum Maxibrief mit Basis-Tracking oder zum DHL Paket wechseln - Details im Bereich "Alternativen zur Warensendung".
Darf man eine Warensendung mit Briefmarken frankieren?
Ja. Die Deutsche Post lässt alle Frankierarten zu, einschließlich herkömmlicher Briefmarken als Postwertzeichen. Wer noch ungebrauchte Marken im Bestand hat, kann diese für die Frankierung verwenden - mehr zu Frankieroptionen im Abschnitt "Warensendung Kosten und Porto".
Was ist der Unterschied zwischen Warensendung und BüWa?
Seit dem 1. Juli 2024 heißt die "Bücher- und Warensendung" (BüWa) offiziell nur noch "Warensendung". Inhaltlich hat sich nichts geändert: Bücher dürfen weiterhin verschickt werden, und seit Oktober 2024 gibt es nur noch eine Gewichtsklasse bis 1.000 g. Details unter "Was ist die Warensendung".