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Briefmarken Auktion Termine 2026: Deutsche Häuser im Überblick

Stand: 22. September 2026. Primärquellen: Terminseiten der Auktionshäuser Christoph Gärtner, Felzmann, Dr. Reinhard Fischer, Gert Müller, Rauhut & Kruschel, Auktionshaus Schlegel und Hadersbeck Auktionen sowie deren AGB-Seiten, abgerufen am 21. September 2026 (Gert Müller erneut am 22. September 2026); Versteigerungsbedingungen Hadersbeck (PDF) und Schlegel (im Katalog der 38. Auktion, PDF), abgerufen am 22. September 2026. IBB Ulm: briefmarken-messe.de, abgerufen am 21. September 2026.

Die Herbstrunde der deutschen Briefmarken-Auktionshäuser beginnt im Oktober 2026 - Christoph Gärtner startet am 12. Oktober, Rauhut & Kruschel am 16. Oktober. Bis Ende Dezember folgen Hadersbeck, Gert Müller, Felzmann, Auktionshaus Schlegel und Dr. Reinhard Fischer - sieben Häuser, acht Auktionen zwischen Oktober und Dezember, und Fischer legt im Februar 2027 nach.

Die Tabelle unten listet alle Termine von Oktober bis Dezember mit Einlieferungsschluss und Aufgeld; die Fischer-Auktion 206 (Februar 2027, Einlieferungsschluss 8. Januar 2027) steht im nächsten Abschnitt.

Für Sammler, die einliefern möchten, ist der Einlieferungsschluss das entscheidende Datum - und er liegt oft weit früher als erwartet. Bei Fischer endet die Einlieferungsfrist für die Dezember-Auktion bereits am 16. Oktober, fast sieben Wochen vor dem Auktionstag; wer diesen Termin verpasst, kommt frühestens in die Februar-Auktion mit Einlieferungsschluss 8. Januar 2027.

Auf einen Blick

  • Sieben Häuser starten ihre Herbst- und Winter-Auktionen zwischen Oktober 2026 und Februar 2027.
  • Der Einlieferungsschluss Fischer Dezember fällt auf den 16. Oktober - fast sieben Wochen vor der Auktion.
  • Das Aufgeld schwankt je nach Haus: nominal 20 bis 26,2 % - mit Mehrwertsteuer kostet ein Zuschlag von 1.000 € zwischen 1.240 € (Schlegel, Gärtner) und 1.276 € (Gert Müller).
  • Einlieferer-Provisionen nennen die Häuser nicht öffentlich - direktes Anfragen nötig.
  • Einlieferungsschlüsse nennen online nur Fischer und Hadersbeck (Hadersbeck-Frist bereits verstrichen); Gert Müller kündigt Abholtermine vom 12. bis 23. Oktober an.

Terminkalender: Deutsche Briefmarken-Auktionen Oktober bis Dezember 2026

Wer Briefmarken über ein Fachauktionshaus verkaufen möchte und noch nicht weiß, ob eine Saalauktion, ein Direktankauf oder eine Online-Plattform besser passt, findet auf der Übersichtsseite zum Briefmarken-Ankauf eine ausführliche Gegenüberstellung - hier geht es um konkrete Termine und Einlieferungsfristen für Herbst und Winter 2026.

Die Tabelle listet die deutschen Saalauktionen, deren Termine die Häuser veröffentlicht haben. Wo kein Einlieferungsschluss eingetragen ist, hat das Haus ihn nicht öffentlich genannt (Stand: 22. September 2026).

Briefmarken Auktion Termine 2026 (Herbst/Winter): deutsche Auktionshäuser mit Einlieferungsschluss, Aufgeld laut AGB und Mehrwertsteuer-Regel. Stand: 22. September 2026. Quellen: Terminseiten der Häuser (Links in Spalte „Quelle").
HausAuktionTerminOrtEinlieferungsschlussAufgeld (Käufer, EU)MehrwertsteuerQuelle
Christoph Gärtner6612. bis 16. Oktober 2026Bietigheim-Bissingenkeine Angabe23,8 % + 2,00 € je Losim Aufgeld enthalten (Differenzbesteuerung)auktionen-gaertner.de
Rauhut & Kruschel24416. und 17. Oktober 2026Mülheim an der Ruhrkeine Angabe22 % + 3,00 € je Los19 % auf Aufgeld und Nebenkostenrauhut-auktion.de
Gert MüllerNummer nicht genannt10. bis 14. November 2026Ettlingenkeine Angabe, Abholtermine 12. bis 23. Oktober23 % + 2,00 € je Los19 % auf Aufgeld und Nebenkostengert-mueller-auktion.de
Felzmann18817. bis 20. November 2026Neusskeine Angabe26,2 % + 3,00 € je Losim Aufgeld enthaltenfelzmann.de
Hadersbeck812. bis 6. November 2026Berlin20. August 2026 (verstrichen)22 % + 2,00 € je Los19 % auf Provision und Nebenkostenhadersbeck-auktionen.com (PDF)
Auktionshaus Schlegel3923. und 24. November 2026Berlinkeine Angabe20 % + 1,50 € je Los19 % auf Aufgeld und Spesenauktionshaus-schlegel.de (Katalog)
Reinhard Fischer2052. bis 4. Dezember 2026Bonn16. Oktober 202626,2 % + 3,00 € je Losim Aufgeld enthaltenreinhardfischerauktionen.de
Rauhut & Kruschel24511. Dezember 2026Mülheim an der Ruhrkeine Angabe22 % + 3,00 € je Los19 % auf Aufgeld und Nebenkostenwie Auktion 244 (rauhut-auktion.de)

Bei Hadersbeck (81. Auktion, November 2026) ist der Einlieferungsschluss verstrichen; als Käufer kann man über Philasearch, schriftlich oder telefonisch noch bieten - Besichtigung nur nach Voranmeldung. Beim Auktionshaus Schlegel (39. Auktion, November 2026) steht das Aufgeld nur in den Versteigerungsbedingungen des Katalogs, Einlieferungsfristen nur auf Anfrage.

Gert Müller nennt für die Novemberauktion keinen Einlieferungsschluss, holt Einlieferungen aber nach eigener Ankündigung zwischen dem 12. und 23. Oktober 2026 bundesweit ab - Nordrhein-Westfalen am 21. und 22. Oktober. Wer das Haus wählt, sollte den Abholtermin seines Bundeslandes als Frist lesen.

Auktionskatalog und Kalenderblatt mit markiertem Einlieferungsschluss
Auktionskatalog und Kalenderblatt mit markiertem Einlieferungsschluss

Die Aufgeld-Werte in der Tabelle stammen aus den Käuferprovisions-Klauseln der jeweiligen AGB, Stand 22. September 2026. Was diese Prozentzahlen in Euro bedeuten, zeigt das Rechenbeispiel im nächsten Abschnitt.

Was das Aufgeld bedeutet - und warum die Spanne zählt

Das Käuferaufgeld wird auf den Zuschlag erhoben - also auf das erfolgreiche Meistgebot, nicht auf den Ausrufpreis. Wie die Mehrwertsteuer anfällt, regelt jedes Haus in seinen Bedingungen: Gert Müller und Rauhut & Kruschel berechnen sie mit 19 % auf Aufgeld und Nebenkosten, Felzmann, Fischer und Gärtner weisen das Aufgeld differenzbesteuert aus - die Mehrwertsteuer steckt im Satz, ein gesonderter Ausweis erfolgt nicht. Der Zuschlag selbst bleibt in allen Fällen ohne Mehrwertsteuer.

Die nominale Spanne von 20 bis 26,2 Prozent verschiebt sich mit der Mehrwertsteuer deutlich. Ein Zuschlag von 1.000 € kostet den Käufer bei Schlegel 1.239,79 €, bei Gärtner 1.240 €, bei Hadersbeck 1.264,18 €, bei Felzmann und Fischer 1.265 €, bei Rauhut & Kruschel 1.265,37 € und bei Gert Müller 1.276,08 € - rund 36 Euro Unterschied, jeweils zuzüglich Porto und Versicherung bei Versand.

Die Aufgelder im Überblick, jeweils bei 1.000 € Zuschlag:

  • Auktionshaus Schlegel: 20 % + 1,50 € je Los, darauf 19 % Mehrwertsteuer (Versteigerungsbedingungen im Katalog der 38. Auktion) - 1.239,79 €
  • Christoph Gärtner: 23,8 % + 2,00 € je Los, Differenzbesteuerung ohne gesonderten Steuerausweis - 1.240,00 €
  • Rauhut & Kruschel: 22 % + 3,00 € je Los, darauf 19 % Mehrwertsteuer - 1.265,37 €
  • Hadersbeck: 22 % + 2,00 € je Los, darauf 19 % Mehrwertsteuer - 1.264,18 €
  • Felzmann und Dr. Reinhard Fischer (EU-Verbraucher): je 26,2 % + 3,00 € je Los inklusive Mehrwertsteuer - 1.265,00 €
  • Gert Müller: 23 % + 2,00 € je Los, darauf 19 % Mehrwertsteuer - 1.276,08 €

Ich rate dazu, beim Hausvergleich nicht auf den nominalen Prozentsatz zu schauen, sondern auf den Endbetrag mit Mehrwertsteuer - die Steuer entscheidet den Vergleich. Einlieferer-Provisionen nennt keines der sieben Häuser in seinen Versteigerungsbedingungen; wer einliefern möchte, muss das Haus direkt anfragen, bevor man unterschreibt.

Den Einlieferungsschluss nicht verpassen

Aus meiner Erfahrung geht der Vorlauf für Begutachtung, Katalogdruck und Versand drauf - wer das verkennt, wartet bis zur nächsten Auktion.

Fischer zeigt das besonders deutlich: Bei der Dezember-Auktion (205) liegt der Einlieferungsschluss am 16. Oktober 2026, also 47 Tage vor dem ersten Auktionstag. Bei der Februar-Auktion (206) ist Einlieferungsschluss der 8. Januar 2027, ebenfalls rund 47 Tage vorher. Nur Fischer und Hadersbeck nennen ihre Fristen online; bei den übrigen Häusern fragt man direkt an, bevor die Frist still verstreicht.

Was bei Hadersbeck (81. Auktion) zu beachten ist

Der Einlieferungsschluss für die 81. Hadersbeck-Auktion (2.-6. November 2026) war der 20. August 2026 und ist damit bereits verstrichen. Eine Einlieferung für diese Auktion ist nicht mehr möglich. Als Bieter kann man aber noch teilnehmen: Online via Philasearch (Registrierung mindestens 24 Stunden vorher), schriftlich, per E-Mail oder telefonisch. Besichtigung der Lose am Berliner Standort in Marzahn ist nur nach Voranmeldung möglich.

Fischer-Auktionen 205 und 206: vom Einlieferungsschluss bis zum Auktionstag.
PhaseAuktion 205 (Dezember 2026)Auktion 206 (Februar 2027)
Einlieferungsschluss16. Oktober 20268. Januar 2027
Auktionstag2. bis 4. Dezember 202624. bis 26. Februar 2027
Vorlaufrund 47 Tagerund 47 Tage

Der Vergleich zeigt: Bei beiden Auktionen liegt der Vorlauf bei rund 47 Tagen - wer zu spät plant, verschiebt sich um eine Saison.

Briefmarken-Messen im Herbst: kurz abgegrenzt

Wer den Begriff „Briefmarken-Auktion" im Oktober 2026 sucht, stößt schnell auch auf die Internationale Briefmarken-Börse (IBB) Ulm, die vom 22. bis 24. Oktober 2026 auf der Ulm Messe stattfindet. Das ist aber eine Handelsbörse, keine Saalauktion: Händler bieten dort Marken direkt an, ohne Auktionator, ohne Einlieferungsfrist und ohne Zuschlagsverfahren. Wer kauft oder verkauft, handelt unmittelbar mit den Händlern - dort direkte Händlerverhandlung, hier Zuschlagsverfahren mit Einlieferungsfrist und Auktionstag. Beides hat seinen Platz, aber es sind grundlegend verschiedene Wege.

Wer eine Sammlung einliefern möchte, aber keinen Einlieferungsschluss abwarten kann oder kleinere Lose hat, für die der Aufwand einer klassischen Auktion unverhältnismäßig wäre, kann bei Catawiki fortlaufend einliefern - ohne festen Einlieferungsschluss; die Verkaufsgebühr liegt nach den Verkäuferrichtlinien bei 12,5 % plus gestaffeltem Festbetrag, zuzüglich Umsatzsteuer, sofern sie anfällt.

Fazit: Wer früh plant, hat die Wahl

Die Herbstsaison 2026 bietet acht Auktionstermine zwischen Oktober und Dezember - und Fischer legt im Februar 2027 nach. Wer bei Fischer nach dem 16. Oktober anfragt, landet in der Februar-Auktion; bei den anderen Häusern entscheidet der frühe Anruf. Aus meiner Sicht ist der wichtigste Hinweis: nur Fischer und Hadersbeck machen ihre Fristen öffentlich - wer bei den anderen Häusern einliefern möchte, ruft jetzt an.

Die Aufgeldspreizung von 20 % bis 26,2 % steht so in den Bedingungen, doch erst die Steuermodelle machen sie vergleichbar: Bei einem 1.000-Euro-Zuschlag liegen Gärtner (1.240 €) und Gert Müller (1.276 €) mit Mehrwertsteuer rund 36 Euro auseinander - ohne Porto und Versand.

Fragen und Antworten

Was Einlieferer und Käufer vor der Herbstsaison 2026 am häufigsten fragen - die wichtigsten Antworten.

Bis wann kann ich Briefmarken für die Herbst-Auktionen 2026 einliefern?

Das hängt vom Haus ab. Bei Dr. Reinhard Fischer ist der Einlieferungsschluss der 16. Oktober für die Dezember-Auktion (205) - wer danach anfragt, kommt frühestens in die Februar-Auktion (206), Einlieferungsschluss 8. Januar 2027. Die meisten anderen Häuser veröffentlichen ihren Einlieferungsschluss nicht online; dort empfiehlt sich eine direkte Anfrage per Telefon oder E-Mail, so früh wie möglich. Mehr dazu im Abschnitt „Den Einlieferungsschluss nicht verpassen".

Was kostet mich das Aufgeld als Käufer bei einer deutschen Briefmarken-Auktion?

Nominal liegt das Aufgeld je nach Haus zwischen 20 und 26,2 Prozent des Zuschlags (EU-Verbraucher), zuzüglich Losgebühr und Versand; mit Mehrwertsteuer zahlt der Käufer bei 1.000 € Zuschlag rund 1.240 bis 1.276 Euro. Die genauen Konditionen stehen in den Versteigerungsbedingungen der jeweiligen Häuser - bei Schlegel nur im Katalog. Details im Abschnitt „Was das Aufgeld bedeutet".

Wie lange dauert es, bis ich nach der Auktion als Einlieferer mein Geld erhalte?

Das variiert von Haus zu Haus und hängt von Zahlungseingang und interner Abwicklung ab. Einlieferer-Provisionen und Auszahlungsmodalitäten nennen die Häuser nicht in ihren Versteigerungsbedingungen; diese Punkte schriftlich vereinbaren, bevor man abgibt. Mehr zur Einlieferung im Abschnitt „Den Einlieferungsschluss nicht verpassen".

Findet im Herbst 2026 auch eine Briefmarken-Messe statt?

Ja: die IBB Ulm findet vom 22. bis 24. Oktober 2026 auf der Ulm Messe statt - aber das ist eine Handelsbörse, keine Saalauktion. Händler bieten dort Marken direkt an, ohne Auktionator und Einlieferungsschluss; Eintritt 5 Euro, Kinder unter 16 Jahren frei. Mehr dazu im Abschnitt „Briefmarken-Messen im Herbst".