Im vierten Quartal 2026 erscheinen acht neue Sonderpostwertzeichen - vier davon am 1. Oktober, drei weitere am 2. November und eine am 3. Dezember.
Das Quartal bringt thematische Bandbreite: von der Spitzenklöppelei im Oberpfälzer Wald als immaterielles Kulturerbe bis zu Batman in der laufenden „Superhelden"-Serie. Die Weihnachtsmarke mit Zuschlag erscheint bereits Anfang November - nicht erst im Dezember. Wer sie für die Weihnachtspost einplant, bekommt sie also schon vor dem Advent.
Hier stehen die Einzelheiten des Quartals: Ausgabetag, Nennwert, Portostufe, Serie und Entwerfer, so weit das Bundesfinanzministerium sie veröffentlicht hat. Den Gesamtüberblick über alle vier Quartale gibt die Übersichtsseite zu den Neuerscheinungen; die Zuschlag-Systematik der Weihnachtsmarke steht hier ausführlicher.
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- Am 1. Oktober 2026 erscheinen vier Marken gleichzeitig: Spitzenklöppeln (290 Ct), Shaun das Schaf, Himalaya und Batman (je 95 Ct).
- Die Weihnachtsmarke mit Zuschlag (Kirchenfenster, 95 + 40 Ct) kommt am 2. November - der Zuschlag fließt an alle BAGFW-Mitgliedsverbände der Wohlfahrtspflege, nicht nur an einen Verband.
- Das Jahresprogramm-PDF weist keine Auflagen aus - diese erscheinen nur in einzelnen BMF-Pressemitteilungen zu jeder Marke.
- Der Nennwert 290 Ct ist kein Zeichen für Seltenheit - er entspricht einfach dem aktuellen Maxibrief-Porto.
- Für November und Dezember gilt: Änderungen sind ausdrücklich vorbehalten - die Monatsseiten des BMF für November und Dezember stehen noch aus.
Die vier Oktober-Marken: Ausgabetag, Motive, Nennwerte
Am 1. Oktober 2026 gibt das Bundesfinanzministerium vier Sondermarken heraus - amtlich bestätigt durch die BMF-Bilderstrecke. Wer alle vier Quartale des Ausgabejahres 2026 auf einen Blick benötigt, findet die vollständige Übersicht auf der Übersichtsseite zu Briefmarken-Neuerscheinungen; hier geht es um Motive, Nennwerte und Entwerfer der Oktober-Ausgaben.
Die Spitzenklöppeln-Marke aus der Serie „Immaterielles Kulturerbe" erscheint mit einem Nennwert von 290 Ct - das entspricht dem Maxibrief-Porto und hat nichts mit Seltenheit zu tun. Postwertzeichen und Ersttagsstempel gestaltete laut BMF-Bilderstrecke Daniela Burger aus Berlin; die Bildvorlage zeigt eine Klöppeldecke aus der Sammlung des Museums der ehemaligen Klöppelschule Tiefenbach. Das Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald wurde 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen - die Marke ist die einzige des Quartals mit Maxibrief-Nennwert.
Shaun das Schaf (Serie „Helden der Kindheit"), Himalaya (Serie „Der Mensch als Entdecker") und Batman (Serie „Superhelden") erscheinen ebenfalls am 1. Oktober, alle drei mit 95 Ct - dem Standardbrief-Porto. Die Shaun-Marke entwarf Jennifer Dengler aus Bonn, Himalaya und Batman stammen von Thomas Steinacker und Jan-Niklas Kröger aus Bonn.
Das Himalaya-Motiv wurde laut BMF mit einer Bild-KI gestaltet; parallel erscheint eine Krypto-Briefmarke mit digitalem Zwilling. Batman ist laut BMF die letzte Ausgabe der Serie „Superhelden" - The Flash mit ebenfalls 95 Ct erschien am 2. Juli 2026. Alle vier Marken erscheinen ohne aufgedruckten Zuschlag.
November und Dezember: vier Marken, ein offener Termin
Für den 2. November 2026 nennt das BMF drei Ausgaben, für den 3. Dezember eine weitere. Die BMF-Monatsseite für November ist inzwischen online; sie macht den Ausgabetag 2. November amtlich und nennt auch die Entwerfer. Für den Dezember steht die Seite noch aus - dort stammen Motiv und Termin weiter aus dem Jahresprogramm-PDF und der Ausgabeliste vom November 2025.
Die Weihnachtsmarke „Kirchenfenster" aus der Serie „Weihnachten" erscheint am 2. November 2026 mit einem Nennwert von 95 + 40 Ct. Der Frankierungsanteil von 95 Ct entspricht dem Standardbrief-Porto; die 40 Ct sind reine Spende für die Wohlfahrtspflege. Empfänger sind alle Mitgliedsverbände der BAGFW - Caritas, Diakonie, AWO, DRK, Paritätischer und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland gemeinsam.
Laut BMF kommen durch alle Zuschlagsmarken jährlich rund 10 Millionen Euro zusammen. Wer die Weihnachtsmarke für Weihnachtspost nutzen will, sollte sie nicht erst im Dezember suchen - sie erscheint bereits Anfang November.
Ebenfalls am 2. November kommt die Gedenkmarke „100 Jahre Friedensnobelpreis für Gustav Stresemann und Aristide Briand" mit 95 Ct. Der Preis wurde 1926 an Außenminister Stresemann (Deutschland) und Briand (Frankreich) verliehen - das hundertjährige Jubiläum der Vergabe fällt in das Jahr 2026. Laut Jahresprogramm ist eine Silbermünze geplant, deren Ausgabetermin von dem der Briefmarke abweichen kann.
Ebenfalls am 2. November folgt die zuschlagslose Weihnachtsmarke, die amtlich „Lichterhirsch" heißt: ein Hirsch mit bunter Lichterkette im Geweih, 95 Ct, entworfen von Chayenn Gutowski (Bonn). Die Kirchenfenster-Marke gestaltete Barbara Dimanski (Halle an der Saale), die Stresemann-Briand-Marke Detlef Behr (Köln). Für den 3. Dezember ist nur noch Marlene Dietrich (125. Geburtstag, 95 Ct) vorgesehen - dieser Termin wird erst mit der Dezember-Monatsseite verbindlich.
Nennwerte und Portostufen: was die Zahl bedeutet
Ein hoher aufgedruckter Nennwert sagt nichts über Seltenheit oder Wertentwicklung einer Marke aus. 290 Ct bedeutet: Diese Marke frankiert einen Maxibrief bis 1.000 Gramm - nicht mehr und nicht weniger. Die aktuelle Portostufe ist der einzige Grund für den Nennwert. Gleiches gilt umgekehrt: Eine Marke mit 95 Ct ist keine „Billigmarke", sondern das reguläre Frankiermittel für den Standardbrief bis 20 Gramm. Seltenheit entsteht durch Auflagen und Druckvarianten - nicht durch den aufgedruckten Portowert.
- 1. Oktober 2026: Spitzenklöppeln 290 Ct (Maxibrief) · Shaun das Schaf 95 Ct · Himalaya 95 Ct · Batman 95 Ct (je Standardbrief) - laut BMF-Bilderstrecke Oktober 2026.
- 2. November 2026: Kirchenfenster 95 + 40 Ct (Standardbrief + Zuschlag) · Stresemann/Briand 95 Ct · Lichterhirsch 95 Ct - Termin und Motive amtlich nach der BMF-Monatsseite November 2026.
- 3. Dezember 2026: Marlene Dietrich 95 Ct (Standardbrief) - laut BMF-Ausgabeliste November 2025, Planungsstand.
Welche Portostufe hinter einem Nennwert steckt, zeigt die Tabelle unten. Grundlage sind die genehmigten Endkundenpreise der Deutschen Post, gültig bis 31. Dezember 2026; ein neues Verfahren für 2027 läuft noch.
| Portostufe | Preis | Gewicht max. |
|---|---|---|
| Standardbrief | 0,95 € | 20 g |
| Kompaktbrief | 1,10 € | 50 g |
| Großbrief | 1,80 € | 500 g |
| Maxibrief | 2,90 € | 1.000 g |
Die Portostufen gelten als genehmigte Endkundenpreise bis 31. Dezember 2026. Laut Bundesnetzagentur läuft ein neues Verfahren für 2027; Portopreise für 2027 fehlen noch.

Rund um Neuausgaben kursieren Missverständnisse - die amtlichen Seiten erlauben vier klare Korrekturen.
Was oft falsch dargestellt wird: vier verbreitete Irrtümer
Wer nach „Briefmarken Neuerscheinungen 2026" sucht, stößt auf vier hartnäckige Fehlannahmen rund um die Q4-Ausgaben, die sich mit den amtlichen Angaben ausräumen lassen.
- „Das Jahresprogramm-PDF legt Ausgabetage und Auflagen fest." Nur als Planungsstand: Das PDF trägt ausdrücklich „Stand Januar 2026, Änderungen vorbehalten". Der amtliche Ausgabetag steht erst auf der BMF-Bilderstrecke des jeweiligen Monats. Auflagen nennt das BMF in den Pressemitteilungen zur jeweiligen Marke.
- „Die Weihnachtsmarke erscheint im Dezember." Falsch: Beide Weihnachtsmarken - Kirchenfenster mit Zuschlag (95 + 40 Ct) und der „Lichterhirsch" ohne Zuschlag (95 Ct) - erscheinen laut BMF-Monatsseite bereits am 2. November 2026. Im Dezember folgt nur noch Marlene Dietrich.
- „Der Wohlfahrts-Zuschlag geht an die Caritas." Falsch: Der Zuschlag fließt laut BMF-Jahresprogramm-Broschüre an die Wohlfahrtspflege insgesamt - alle BAGFW-Mitgliedsverbände gemeinsam (Caritas, Diakonie, AWO, DRK, Paritätischer, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland).
- „Hoher Nennwert bedeutet eine seltene Marke." Falsch als Pauschalaussage: Spitzenklöppeln kostet 290 Ct, weil das dem Maxibrief-Porto entspricht - nicht weil die Marke selten ist. Seltenheit entsteht durch niedrige Auflagen oder besondere Druckvarianten, nicht durch den aufgedruckten Portowert.
Als Faustregel gilt: Verbindlich für den Ausgabetag ist stets die BMF-Bilderstrecke des jeweiligen Monats. Für Oktober und November 2026 ist sie online - der 1. Oktober und der 2. November sind damit amtlich bestätigt. Nur der Dezember bleibt Planungsstand, der sich noch ändern kann.
Fazit: Ein starkes Q4 mit einer Besonderheit bei der Weihnachtsmarke
Acht Ausgaben in drei Monaten, thematisch breit aufgestellt - das vierte Quartal 2026 bringt für Jahrgangssammler keinen Engpass. Die auffälligste Entscheidung: beide Weihnachtsmarken bereits im November. Als Sammler, der auch Weihnachtspost frankiert, gefällt mir der frühe Termin - die Marke ist da, bevor die ersten Karten geschrieben werden.
Den vollständigen Jahrgang 2026 - alle vier Quartale, DACH-Programme, Sammelformen - finden Sie auf der Übersichtsseite zu Briefmarken-Neuerscheinungen; dort steht auch, was Jahrgangsmappen leisten.
Fragen und Antworten
Was Sammler zu den Q4-Ausgaben am häufigsten wissen wollen - vier Antworten.
Welche Briefmarken erscheinen am 1. Oktober 2026?
Am 1. Oktober 2026 erscheinen vier Sondermarken: Spitzenklöppeln (290 Ct), Shaun das Schaf, Himalaya und Batman (je 95 Ct). Entwerfer laut BMF: Daniela Burger (Berlin), Jennifer Dengler (Bonn) sowie Thomas Steinacker und Jan-Niklas Kröger (Bonn) für Himalaya und Batman. Serien und Motive stehen im Abschnitt „Die vier Oktober-Marken: Ausgabetag, Motive, Nennwerte".
Wann erscheint die Weihnachtsmarke 2026?
Die Weihnachtsmarke mit Zuschlag (Kirchenfenster, 95 + 40 Ct) erscheint am 2. November 2026 - nicht erst im Dezember. Eine zweite Weihnachtsmarke ohne Zuschlag (der „Lichterhirsch", 95 Ct) kommt am selben Tag; beide Angaben stehen amtlich auf der BMF-Monatsseite für November 2026. Die Zuschlag-Systematik erklärt der Abschnitt „November und Dezember: vier Marken, ein offener Termin".
Warum gibt es zwei verschiedene Weihnachtsmarken 2026?
Die beiden Ausgaben erfüllen unterschiedliche Zwecke: Die Kirchenfenster-Marke trägt einen Zuschlag von 40 Ct für die Wohlfahrtspflege - sie ist eine Wohlfahrtsmarke; die zweite Ausgabe („Lichterhirsch") hat keinen Zuschlag und frankiert regulär. Beide Marken frankieren Weihnachtspost, haben aber unterschiedliche Gesamtkosten beim Kauf. Wer die Zuschlagsverteilung kennen möchte, findet sie im Abschnitt „Was oft falsch dargestellt wird".
Stehen die Auflagen der Q4-Marken 2026 bereits fest?
Das BMF-Jahresprogramm-PDF weist keine Auflagen aus; sie erscheinen nur in einzelnen BMF-Pressemitteilungen zur jeweiligen Marke. Für die Q4-Ausgaben liegen noch keine Auflagen vor. Den Unterschied zwischen Nennwert und Seltenheit erklärt der Abschnitt „Nennwerte und Portostufen: was die Zahl bedeutet".
