09. - 11. Mai 2019

 

Essen Germany

Aktuelles von der Briefmarkenmesse Essen

Mahnung für den Frieden: der Hiroshima-Brief


06.04.2019 | Am 6. August 1945 um 8.16 Uhr Ortszeit detonierte in etwa 600 m Höhe über der japanischen Stadt Hiroshima die erste in einem Krieg eingesetzte Atombombe.


Die durch die Explosion ausgelöste Druckwelle und ihre thermische Strahlung zerstörten Gebäude, Anlagen und Bäume in einem Umkreis von 10 km. 80 Prozent der Innenstadt waren zerstört. 80 000 Menschen starben sofort, 100 000 wurden verletzt. An den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung leiden die Einwohner bis heute. Über 200 000 Menschen sind ihr inzwischen zum Opfer gefallen.

Auf der Zwischenebene, über die man in die Halle 1 A zur Briefmarken-Messe und zu den Ausstellungen gelangt, wird vom Verband der Philatelisten in NRW ein außergewöhnliches Stück präsentiert: der Hiroshima-Brief. Der Einschreibebrief wurde bei Aufräumungsarbeiten in den Trümmern einer Bank in der Nähe des Bahnhofs der Stadt, 2 km entfernt vom Bodennullpunkt der Detonation, aufgefunden. Er zeigt kaum äußerliche Schäden, ist aber radioaktiv verstrahlt. Eine amtliche Messung ergab eine Dosisleistung von 0,05 mr/h. Die Besucher brauchen aber keine Angst zu haben: Eine spezielle Bleimanschette und Panzerglas schützen vor radioaktiver Strahlung, erlauben aber gleichzeitig einen Blick auf das einzigartige Zeitzeugnis.

Der Brief ist über die Vereinigten Staaten nach Deutschland gelangt und wurde nach dem Tode seines Besitzers vom Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) als wichtiges Zeitzeugnis erworben. Er wird hier als Mahnung für den Frieden und gegen den unlimitierten Einsatz von Kriegswaffen gezeigt. Damit werden durch diese Präsentation zutiefst humanitäre Ziele verfolgt. 


Bildbeschreibung:

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